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Jose Dalisay


Last Call Manila

Ein Krimi, der gesellschaftsanalytisch, skurril und erschütternd zugleich ist.

Preis

23,00 €

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Inhalt

Literatur von den Philippinen

»Aurora V. Cabahug« – so steht es auf dem Namensschild an dem Zinksarg, der am Manila Airport ausgeladen wird. Allerdings ist Aurora als Nachtclubsängerin »Rory« quicklebendig: Es war ihre Schwester, die mit geliehenem Pass als Dienstmädchen in Saudi-Arabien arbeitete. Und nun ist sie tot. Rory und der Polizist Walter Zamora machen sich gemeinsam auf den Weg, um ihren Leichnam abzuholen. Irgendwo auf der langen Heimfahrt kommt der Sarg abhanden und die Dinge werden noch verworrener als zuvor.

 

Für Sie ausgewählt für den Büchergilde-Weltempfänger!

Liebe Leserinnen, liebe Leser, wussten Sie, dass die Philippinen ein Archipel bestehend aus mehr als 7.600 Inseln ist? Dass das Land eine wechselvolle Kolonisationsgeschichte durchlaufen hat: 300 Jahre lang gaben die Spanier den Ton an, nach einer kurzen Phase der Unabhängigkeit hielten die USA das Land bis 1946 besetzt. Dass die Overseas Filipino Workers, darunter überwiegend Frauen, heute ungefähr 10% der Gesamtbevölkerung ausmachen?
Sollten Sie diese trockenen Zahlen langweilen: Lesen Sie ‚Last Call Manila‘. Denn darin erfahren Sie auf unterhaltsame und immer wieder auch lakonische Weise, wie diese Zahlen sich in Menschenleben – oder in Todesfällen – übersetzen. Jose Dalisay, einer der wichtigsten Autoren der Philippinen, haucht mit wenigen Pinselstrichen selbst Nebenfiguren Leben ein und entfaltet dabei ein großes Gesellschaftspanorama.
Ach ja, die Philippinen sind 2025 das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Darauf können wir uns jetzt schon freuen.

Corinna Santa Cruz, Lektorin und Kuratorin der Reihe Büchergilde Weltempfänger (in Kooperation mit Litprom e.V.)

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Bibliografisches

Büchergilde Weltempfänger No. 12. Aus dem Englischen von Niko Fröba, Flexcover, Kopffarbschnitt, Lesebändchen, 208 Seiten, Einbandgestaltung von Cosima Schneider. Erscheint in Zusammenarbeit mit Litprom e. V.

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Auszeichnungen

Nominiert für die HOTLIST 2023 der unabhängigen Verlage

Besonderheiten

  • Der Globus geht auf Sendung! Entdecken Sie mit der Reihe Büchergilde Weltempfänger Literatur aus Asien, Afrika, Lateinamerika und der arabischen Welt. Ausgewählt von der Büchergilde Gutenberg und Litprom e. V.
NR 175118

Preis

23,00 €

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Rund ums Buch

Autor:innenportrait


Jose Dalisay, geboren 1954, ist einer der renommiertesten Schriftsteller der Philippinen. Er schreibt Gedichte, Kurzgeschichten, Romane und politische Bücher. Er ist Professor für Englische Literatur an der Universität der Philippinen, war als Gastdozent längere Zeit in den USA, in England und Italien. Er lebt in Manila.

Produktdetails


ISBN
978-3-7632-7511-3
Erscheinungsdatum
7.12.2023
Seitenzahl
208
Größe
14 cm x 21,5 cm
Einbandart
Flexobroschur

Presse

„Nicht nur als Krimi lesen, viel besser ist es, es als ein Lebenszeichen aus einem Winkel der Welt zu begreifen, aus dem in Deutschland nur alle paar Jahre ein Stück Literatur erscheint. ‚Last Call Manila‘ erlaubt dem lesenden Weltreisenden einen so berührenden wie spannenden Einblick in eine andere Existenz.“

- Susanne Lenz, Berliner Zeitung

„Um über die Philippinen mehr zu erfahren eignet sich ‚Last Call Manila‘ hervorragend: Denn der Roman erzählt nicht nur eine Kriminalgeschichte – die ist tatsächlich nicht viel mehr als der lockere Knoten, der eine Handvoll äußerst lebendig gezeichneter Figuren miteinander verknüpft –, sondern er entfaltet darüber hinaus ein so intensives Panorama der philippinischen Gesellschaft, dass der Roman auch als Sozialreportage gelesen werden kann. Trotzdem liest sich der Roman alles andere als eine Tirade, sondern ist unglaublich bunt, sprachlich frisch übersetzt und teils sogar richtig witzig.“

- Katharina Borchardt, SWR 2 Lesenswert

„Dalisay erzählt strikt auktorial, manchmal abschweifend und mäandernd, um die komplizierten sozialen Verhältnisse und die Würde der menschlichen Existenzen nicht zu verkürzen, aber auch dieser auktoriale Erzähler muss passen, wenn es um Soledads Tod geht. Denn alle Institutionen, die eigentlich für Aufklärung zuständig wären, versagen. Das heißt: Sie interessieren sich nicht für eine philippinische Haushaltshilfe. Und der Erzähler des Romans hat keine Möglichkeit, dieses Desinteresse fiktional zu unterlaufen. Er kann die Makrostrukturen beschreiben, ein Einzelschicksal jedoch ehrlicherweise nicht. Was bleibt ist die Erkenntnis des Makabren, Bizarren und Grotesken dieser Welt – nicht als ästhetisches Spiel, sondern als hammerharte Realität. Und so gefriert uns das Lachen.“

- Thomas Wörtche, Deutschlandfunk Kultur

„Die Übersetzung fängt den lakonischen Stil ein. Dalisay erzählt kühl, jedoch nie verharmlosend, nie ohne Mitleid. Gebrochen wird die Nüchternheit, wenn der Autor Menschen und Landschaften beschreibt. Da schwingen sich Vergleiche zu poetischen Bildern auf. So kurz und treffend, wie er diese Bilder projiziert, gelingt es Dalisay auch, die Figuren lebendig werden zu lassen, die sein Buch bevölkern. Mit wenigen Sätzen zeichnet er Lebensumstände, Kindheiten, Affären nach und lässt aus Nebenfiguren Charaktere werden, deren Handlungen und Motivationen man schon nach einem Absatz nachvollziehen kann.“

- Maria Wiesner, Frankfurter Allgemeine Zeitung