Ein Kapitel, das bleibt
Man kann die Zukunft nicht voraussagen, aber man kann sie gestalten
Unter den Zuschriften, die die Büchergilde Verlagsgenossenschaft erreichen, mehren sich auch solche, die sich mit dem Thema des persönlichen Nachlasses beschäftigen. Für viele Menschen ist es wichtig, sich über ihr Leben hinaus wirksam für eine Institution oder bestimmte Werte einzusetzen. Bei diesen Gedanken berücksichtigt zu werden, ist ein Privileg, das wir nicht als selbstverständlich empfinden.
Monika Nierhaus aus München, der Büchergilde seit langem verbunden und Genossin seit über zehn Jahren, spricht im Interview über ihren Entschluss, ihre Genossenschafts-Anteile der Büchergilde zu übertragen.
Liebe Frau Nierhaus, was verbinden Sie mit der Büchergilde Gutenberg?
Die Büchergilde, das ist für mich in erster Linie das Engagement für eine Vielfalt an guter Literatur von Klassikern bis Autoren, die grade erst am Anfang ihrer Schriftstellerlaufbahn stehen. Aktuelle gesellschaftspolitische Themen werden nicht ausgespart, es kommen Autoren aus Ländern zu Wort, die eher selten im deutschen Bücherangebot zu finden sind; zum Beispiel in der Reihe Büchergilde Weltempfänger. Zudem bekommen junge Illustrator:innen die Möglichkeit, Ihre Sicht auf einen Text zu zeigen und sie können ihre Kreativität mit unterschiedlichen Stilmitteln ausdrücken. So manches Mal habe ich nach anfänglicher Ablehnung, zum Beispiel bei Stanislaw Lems Solaris, dann eine andere Sicht auf einen Roman erhalten: gut so. Die Bücher sind mit sehr viel Sorgfalt gebunden, überraschen meist mit einem besonderen Deckblatt (Farbe, Struktur oder Design), das immer Bezug zum Inhalt des Buches hat. Man kann sich durch das reichhaltige Angebot tasten, man ist gefordert, das Passende zu finden, das ist anstrengend, aber gerade das schätze ich an der Büchergilde, es gibt kein Schema F.
Wie lange sind Sie schon in der Genossenschaft und was ist Ihre Motivation, Ihre Anteile der Büchergilde dauerhaft zu übertragen?
Als Genossin habe ich viele Jahre die Büchergilde unterstützt und auch durch finanziell schwierige Jahre begleitet, auch bereits in der Gutscheinaktion 2013. Nun bin ich in einer Lebensphase, in der ich mein Vermächtnis regeln möchte. Meine Anteile an der Büchergilde will ich gerne jetzt der Genossenschaft übertragen, so kann ich einen kleinen Baustein liefern, dass auch in Zukunft die Büchergilde für Vielfalt von Büchern und Förderung von Nachwuchs stehen kann. Und ich habe die Chance, die eine oder andere Neuerung noch mitzuerleben.

Welche Vorschläge oder Wünsche haben Sie für die Büchergilde Verlagsgenossenschaft?
Die Büchergilde wird sich den neuen Medien nicht verschließen können, doch ich hoffe und wünsche es der Genossenschaft, dass das Buch aus Papier als Schwerpunkt ihres Programms auch weiterhin überzeugen kann und eine treue Fangemeinde quer durch alle Generationen hat.
Ganz herzlichen Dank, Frau Nierhaus.
Gerne sind wir für Sie da, um über Fragen, Anregungen und Möglichkeiten zu sprechen, die Büchergilde bei einer Nachlassregelung oder einer Spende zu bedenken. Es ist ein sensibles Thema, das wir mit höchster Diskretion behandeln. Melden Sie sich gerne direkt bei Alexander Elspas, Vorstandsvorsitzender Büchergilde Gutenberg Verlagsgenossenschaft eG, unter elspas@buechergilde.de.
Kontakt
Büchergilde Gutenberg Verlagsgenossenschaft eG
Haus des Buches
Braubachstraße 16
60311 Frankfurt am Main
Telefon: + 49 69 273908-56
E-Mail: geno@buechergilde.de
In wichtigen Angelegenheiten können Sie sich auch direkt an die Mitglieder des Aufsichtsrates wenden: aufsichtsrat@buechergilde.de
Sitz der Genossenschaft und Registergericht:
Frankfurt/Main GnR 8230
Gremien:
Vorstand: Alexander Elspas (Vorsitzender) und Corinna Huffman
Aufsichtsrat: Eric T. Langer (Vorsitzender), Dr. Guido Krüger, Silke Müller, Mathias Päßler und Martin Schwoll
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