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Exklusiv-Interview mit T.C. Boyle und Armin Abmeier

Welche Musik haben Sie gehört, als Sie "Der Hardrock-Himmel" geschrieben haben?

T.C.Boyle: Die Geschichte habe ich in den frühen 80ern geschrieben und zu dieser Zeit habe ich überwiegend Punk-Rock gehört, besonders "The Clash", die waren einfach brillant. Heute gibt es sie nicht mehr, aber die Musik gibt es noch und sie ist immer noch gut. Musik inspiriert mich. Ich habe nie etwas geschrieben, ohne dass Musik lief. Rhythmus ist sehr wichtig für die Literatur.

Wie gefällt Ihnen das "Tolle Heft"?

T.C.Boyle: Ich liebe es, ich liebe nicht nur die Illustrationen, sondern die ganze Idee der "Tollen Hefte", die Armin hatte: Diese kleinen Geschichten, die nirgendwo gesammelt waren, und die sonst dem deutschen Publikum nicht bekannt wären, und die klein genug sind, um mit Illustrationen in dieses Format gebracht zu werden - ich liebe diese Idee. Als wir zum ersten Mal gemeinsam ein "Tolles Heft" gemacht haben, sagten einige Journalisten in Deutschland zu mir: "Warum machen Sie das? Bedeutende Künstler machen solche Hefte nicht." Und ich sagte zu ihnen: "Weil es Spaß macht." Gute Erklärung, nicht wahr? Weil es schön ist und weil ich mich geehrt fühle. Außerdem würde sonst niemand diese Geschichte kennen.

Kannten Sie den Illustrator?

T.C.Boyle: Nein, ich habe das Armin überlassen und seiner Frau Rotraut Susanne Berner. Sie haben jede Menge Verbindungen in der Kunstwelt und kennen wunderbare Künstler, wie Sophie Dutetre, die "Mein Abend mit Jane Austen" illustriert hat. Susanne hat auch ein Buch von mir illustriert und Henning Wagenbreth. Und jetzt Thomas Müller, er ist ein so wunderbarer Künstler.

Armin Abmeier: Wenn mich jemand fragt, warum ich illustrierte Bücher mache, die ja schon voller literarischer Bilder sind, dann sage ich: Es gibt den Künstler, der die Worte hat und Worte sind zuerst die Worte einer mündlichen Erzählung. Der Künstler erzählt eine Geschichte, diese Geschichte wird auf Papier gedruckt und dabei geht etwas von der Atmosphäre der mündlichen Erzählung verloren. Und so gibt der Illustrator etwas von der Atmosphäre, die er selbst spürt, zu dieser Geschichte. Das ist auch eine Art Kommunikation mit dem Text und das ist etwas, was ich sehr mag.

T.C.Boyle: Genau, das finde ich auch. Und ein illustriertes Buch herauszugeben ist eine Ehre, weil es so teuer ist. Auch die großen Verleger, die es sich leisten könnten, wollen das nicht, weil es zusätzliches Geld kosten würde. Armin unternimmt wirklich alles, um diese Bücher zu machen, es ist wirklich ein großes Ding, seine Idee, seine Konzeption, wirklich eine tolle Sache - und wir werden sicher wieder ein Buch zusammen machen... Ich habe übrigens wirklich viele Geschichten geschrieben...

Die Fragen stellte Jürgen Sander

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