„Wie kann der ökologische Wandel in Zukunft gelingen?“

Der Essaywettbewerb der Büchergilde Gutenberg

Chicago, Illinois, USA (c) Alexander Abero

Wenige Themen beschäftigen Politik und Gesellschaft so intensiv wie die Frage nach einem nachhaltigen ökologischen Wandel. Während die einen einer grünen Radikalisierung und moralischen Umkehrbewegung das Wort sprechen, plädieren andere für ein trotziges „Weiter so!“, solange es die Ressourcen in den Maßen liberaler Konsumgewohnheiten erlauben.

Wir müssen fragen: Wie gelingt eine neue Bestimmung des Verhältnisses von Mensch, Natur und Technik? Wie sind demokratische Mehrheiten für sozialökologische Politik und Wirtschaft zu gewinnen? Kann der ökologische Wandel nur durch eine Art Öko-Diktatur gelingen?

Häufig gefordert wird der persönliche Verzicht bei Konsum, Mobilität, Ernährungsgewohnheiten oder Energieverbrauch. Aber: Ist diese scheinbar moralische Forderung nicht vor allem Ausdruck des Privilegs, das durch das Leben in Fülle und Überfluss entsteht? Was ist mit denen, die weder jetzt noch irgendwann „genug“ haben und hatten? Wie können sie zu einem ökologischen Wandel bewegt und motiviert werden?

Moral und Apokalyptik sind seit den 70er Jahren die stärkste Waffe der Ökobewegung gewesen – aber taugt dies als ernsthafte Zukunftspolitik? Braucht es nicht ein positives Bild zukünftiger Gesellschaft?

 

Pflanzen in Reagenzgläsern (c) Chuttersnap

Um diesen Fragen näher zu kommen, schreibt die Büchergilde Gutenberg einen Wettbewerb um die besten Essays zu dieser Thematik aus. Die Texte sollen das Thema essayistisch, fachlich fundiert und gesellschaftspolitisch engagiert im Hinblick auf neue, globale Perspektiven behandeln. Eine fachkundige Jury wird unter allen Einsendungen die fünf besten Essays auswählen. Diese werden im Herbst 2020 im Rahmen der Reihe Edition Zeitkritik veröffentlicht.

 

Einsendeschluss: 31. Januar 2020

Umfang: ca. 25 Seiten (ca. 45.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Einreichung (pdf) an: essaywettbewerb@buechergilde.de