Neuübersetzung

Lesebändchen, Leinen, bedruckt, mit einem Nachwort von Ilija Trojanow, Einbandgestaltung: Franziska Neubert, 768 Seiten.

Aus dem amerikanischen Englisch von Andrea Ott.

Preis für Mitglieder 27,95 €

Originalverlagspreis 34,95 €

Artikelnummer:
166712

Erschienen:
2013

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Inhalt

Ein Schlüsselroman über die Tyrannei des Raubtierkapitalismus – jetzt fulminant neu übersetzt. Ein Glanzstück welthaltiger, engagierter Romankunst!

 

J. Arnold Ross hat es mit Ehrgeiz, Gerissenheit und Glück zum Erdölmagnaten gebracht, Sohn Bunny ist zum Erben seines „schmierigen Reichtums“ auserkoren. Doch statt sich seiner Privilegien zu freuen, verbringt er jede freie Minute auf den Erdölfeldern Kaliforniens und entdeckt dort seine Sympathien für die einfachen Leute. Fortan pendelt der junge Idealist zwischen den Sphären, ohne in einer davon je ganz heimisch zu werden: weder in den verschwörerischen Machtzirkeln seines Vaters noch im gärenden Arbeitermilieu, aber auch nicht auf dem Universitätscampus, geschweige denn in Hollywoods Glamourwelt. Zwischen allen Fronten stehend, muss er erkennen, dass das Leben ehernen Gesetzen von Habgier und Betrug gehorcht. Selten ist die Frage nach einer menschenwürdigen Gesellschaft literarisch eindringlicher gestaltet worden als am Schicksal des edelmütigen Ölprinzen Bunny Ross.

Pressestimmen

“Das Buch ist ein Gigant - auch wieder 700 Seiten reines Leseglück über das, was Geld = Öl aus Menschen und ihrem Charakter macht und wie es die Welt verändert... Das ist Literatur, die etwas WILL, nämlich uns die Augen öffnen über gewisse Zustände, und das macht sie spannend, weltläufig, faszinierend.”

Elke Heidenreich

“›Oil!‹ ist ein faszinierender Roman, weil er nicht nur die heimliche Utopie des Kapitals beschreibt, sondern auch die Tatsache, dass die Ausbeutung der Natur sich in den menschlichen Verhältnissen wiederholt. Eine Gesellschaft pumpt Öl aus der Erde, und irgendwann fließt Blut.”

Die Zeit

“Der Ausruf „Öl!“ in seiner Doppelbödigkeit ist seit Sinclairs Zeiten nicht leiser geworden, die „böse“ Macht mit allem, was damit verbunden ist, nicht schwächer. Im Gegenteil. So ist es zu begrüßen, dass nach Jahrzehnten nun Andrea Otts deutsche Neuübersetzung erscheint – sprachgetreu, milieubedingte Verschiedenheiten maßvoll mitvollziehend, fachterminologisch gut beraten und mit einem den historischen Kontext vergegenwärtigenden Nachwort versehen.”

Neue Zürcher Zeitung

“Upton Sinclair wollte ein sozialistisches Amerika. Seine Enthüllungsromane wurden zu Bestsellern. 1927 schrieb er über die Machenschaften der Ölbarone … Bei ihm schmiert Ölgeld das ganze Land einschließlich Hollywood, den Universitäten, Polizei und Justiz, der Regierung, dem Präsidenten. Öl setzt sogar Armeen in Gang, lange vor dem Irakkrieg. Dabei ist Sinclairs Oil! auch noch ein Familiendrama, eine Art Vom Winde verweht für die Linke.  ”

Der Tagesspiegel

Kommentare und Bewertungen
Bewertung

Kommentar von Ruth Leukam (04.01.2015)

„"Öl" ist ein großartiges Sittengemälde, ein Schmöker im besten Sinne. Der Roman hat leider nichts von seiner Aktualität verloren. Zwar ist der Glanz der sozialistischen Ideologie verblasst, aber die Grundlagen des Kapitalismus sind geblieben.”

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