Titelbild: Mobbing

Schutzumschlag, Leinen, 176 Seiten.

Artikelnummer:
159449

Erschienen:
2008

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Inhalt

"Wenn das Schlimmste passiert ist, muss man sich endlich nicht mehr davor fürchten." Joachim machte seine Arbeit gut, die Kollegen schätzten ihn. Wenigstens das stand doch außer Frage. Denn mit der neuen Chefin bleibt für ihn nichts, wie es war. So kam der Briefumschlag mit der fristlosen Kündigung beinah wie eine Erleichterung. Aber für Joachims Familie war das Glück längst flüchtig wie das Vertrauen, das sie in sich und das Leben gehabt hatte. Er gab sich kämpferisch, warf den Briefumschlag auf den Küchentisch. Und mit einem merkwürdigen Ausdruck der Erleichterung fügte Joachim hinzu, sie haben es geschafft. Entlassen hatten sie ihn, fristlos. Was sie gegen ihn vorbrachten, war gelogen. Sagte er. Seine Frau wusste nicht mehr, was stimmt. Denn Feinde, Gespenster, Verschwörungen gehörten seit vier Jahren zu ihrem Leben. Jetzt mussten sie wenigstens nicht mehr über seine Arbeit reden, jetzt hatte er keine Arbeit mehr. Längst aber ging es um etwas ganz anderes, es ging um ihn selbst, darum, für wen ihn die anderen hielten. Und außer den Kindern, die sich freuten, dass er nun so oft zu Hause war, stellte er jedem die eine Frage: wer auf seiner Seite stand und wer nicht. In der Verbindung aus Anteilnahme und literarischer Distanz gelingt Annette Pehnt ein glänzender Roman, der von Macht und Ausgrenzung in der Arbeitswelt erzählt und behutsam und klug seine großen Themen Vertrauen, Achtung und Würde ins Alltägliche einzubetten versteht.

Pressestimmen

“Sätze wie Spatenstiche (…) Ein herausragendes Buch, weil Pehnt mit präzisen Sätzen untersucht, was mit dem Glück passiert, wenn es unter Druck gerät. (…) Bei Annette Pehnt kann man entdecken, wie spannend das Alltägliche ist.”

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