Lesebändchen, Leinen, Leineneinband mit bedrucktem Schildchen, farbiges Vorsatzpapier, Lesebändchen, Fadenheftung, durchgehend farbige Faksimileausgabe mit Transkription, Kommentar und Nachwort, 320 Seiten, Einbandgestaltung von Thomas Pradel, 352 Seiten.

Preis für Mitglieder 22,00 €

Originalverlagspreis 22,00 €

Artikelnummer:
169819

Erschienen:
2017

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Inhalt

Ein bedrückender Sensationsfund sind Heinrich Bölls ungekürzte Kriegstagebücher aus den Jahren 1943 bis 1945. Zu Kriegsbeginn eingezogen, war Böll während des gesamten Zweiten Weltkriegs Soldat. In Stichworten protokolliert er seine Tage: was er gesehen hat (Schönes und Schreckliches), verwundete und gefallene Kameraden, seine eigenen Verletzungen, seine Träume, die Erleichterung nach der Entlausung, das Grauen der Schützengräben. Seine Notizen sind in ihrer Knappheit umso eindringlicher. Man spürt beim Lesen förmlich, wie Böll um seelische Integrität und Selbsterhaltung ringt. Zwischen der Abreise nach Frankreich über die Verlegung an die Ostfront bis zur Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im September 1945 bleiben dem Autor zwei Fixpunkte: seine junge Frau Annemarie, die er vermisst, von der er träumt und die ihm Halt gibt – in Gedanken und beim Heimaturlaub, und Gott, den er immer wieder anruft, als Hoffnungsspender und Schutzinstanz.

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