Schutzumschlag, Leinen, 448 Seiten.

Preis für Mitglieder 14,90 € (früher: 24,90 €)

Originalverlagspreis 29,90 €

Artikelnummer:
157284

Erschienen:
2006

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Inhalt

2006 erhält Wolf Lepenies den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Es wird damit ein Autor geehrt, "der durch Wort und Tat belegt, daß zwischen Verhalten und Wissen, zwischen Moral und Wissenschaft ein unauflöslicher Zusammenhang besteht." (Aus der Begründung der Jury)

Lange glaubten die Deutschen an die Überlegenheit der Kultur gegenüber der Politik - und an ihre eigene Überlegenheit gegenüber den Nachbarn. Wolf Lepenies großes Buch handelt von der verführerischen Macht einer nationalen Obsession. Deutschland kam spät im Westen an. Erst nach der Befreiung vom Nationalsozialismus entwickelte es eine demokratische Verfassung, deren Autorität akzeptiert wurde und die bis heute die nationale Identität des Landes prägt. Gerade die Intellektuellen waren für diese Verzögerung verantwortlich. So unterschiedliche Autoren wie Thomas Mann oder Gottfried Benn schreiben bis in die Zwanziger Jahre gegen eine primär politisch verfasste Gesellschaft an und betonten stattdessen die besondere kulturelle Identität Deutschlands, die es von seinen Nachbarn im Westen unterschiede. Wolf Lepenies beschäftigt sich unter neuen und überraschenden Perspektiven mit dem in Deutschland so prekären Verhältnis von Kultur und Politik zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert. Sein Buch handelt nicht nur von einer deutschen "Haltung", die mitverantwortlich ist für den zivilisatorischen Bruch von 1933. Es beschäftigt sich auch mit der Anziehungskraft, die von der Idee des kulturellen Primats nach Frankreich oder in die USA ausstrahlten. Kultur oder Politik? Aus dieser Perspektive erscheinen die Katastrophen und Träume des 20. Jahrhunderts in einem neuen Licht.

Pressestimmen

“In Kultur und Politik untermauert Lepenies seine These, dass sich vor allem viele Intellektuelle von Kultur und Religion zu politischem Desinteresse verführen ließen, mit zahlreichen Beispielen und Analysen. Romantik war ihnen wichtiger als Aufklärung, Gefühle wichtiger Als Empirie. Der deutsche Kulturbegriff hatte eine stark religiöse Färbung. Das Ausspielen der Kultur gegen die Politik war einer der Gründe für den Weg in die politische Katastrophe.”

3sat

Kommentare und Bewertungen
Bewertung

Kommentar von Antonia (08.07.2011)

„Interessante Zusammenhänge werden aufgedeckt. Für mich auch ein neuer Zugang zur Geschichte, als eine "Spätergeborene". Der Stil ist leicht und schön. Nebenbei finde ich die Buchgestaltung wieder einmal sehr gelungen. Danke!!”

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