Titelbild: Kastelau
Longlist Deutscher Buchpreis 2014

Leinen, Umschlaggestaltung von Susanne Langer, 400 Seiten.

Preis für Mitglieder 12,90 € (früher: 19,95 €)

Artikelnummer:
167611

Erschienen:
2015

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Inhalt

Ein Bergdorf, ein Filmteam, ein Ziel: überleben. Der neue Roman von Charles Lewinsky erzählt eine Episode aus den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs, als eine kleine Filmequipe der Babelsberger UFA-Studios aus Berlin flieht und in den bayerischen Alpen unter abenteuerlichen und absurden Umständen einen Film drehen will.

Winter 1944. Die bayerischen Alpen sind trotz Krieg – noch – eine friedliche Gegend. Ein Filmteam der UFA setzt alles daran, sich dorthin abzusetzen. Unter einem Vorwand beschafft man sich den Auftrag für das vermeintlich kriegswichtige Filmprojekt Lied der Freiheit und setzt sich zu dessen Realisierung in das abgelegene Bergdorf Kastelau ab. Ein Propaganda- und Durchhaltefilm über Napoleon soll es werden – zumindest sollen die Leute das glauben. Als bald das Filmmaterial ausgeht und ohnehin klar ist, dass dieser Film niemals zu Ende gedreht werden kann, versucht man mit allen Mitteln, dennoch an dem Projekt festzuhalten. Am Filmmaterial wird gespart und Kleidung der Dorfbewohner muss herhalten, um einen Epos nachzustellen, der zu einer Farce gerät.

Aus immer neuen Lügen und Ausflüchten entspinnt sich ein Netz aus Intrigen und unerwarteten Ereignissen, so dass bald niemand mehr zwischen Schein und Wirklichkeit unterscheiden kann. Gibt es unter ihnen einen Spitzel, der sie alle auffliegen lassen wird?

Lewinsky ist ein erzählerisches Kunststück gelungen. Sein Roman besteht aus erfundenen Interviews, Tagebuchfetzen und Gesprächsnotizen der Filmcrew und vermischt gekonnt Fiktion mit realen Ereignissen. 

Pressestimmen

“Lewinskys Meisterschaft steckt in den vielen lustvoll entworfenen Details. Sie steckt in den bunten Charakteren und in den Lebensläufen, die er entwirft. Sie steckt in den geradezu filmreifen Szenen […].”

St. Galler Tagblatt

“Der Roman Kastelau ist eine diskursethische Meisterleistung. Mit hohem Unterhaltungswert.”

Basler Zeitung

“Lewinsky […] erlaubt seinen Lesern hier einen Blick in seine Werkstatt. […] Er zeigt, dass und wie Geschichten konstruiert sind. Das könnte ernüchternd wirken. Hier ist das Gegenteil der Fall. Wir erleben, wie Geschichten auch da entstehen, wo sie gar nicht richtig erzählt werden. Und sehen mit Staunen uns selbst am Werk.”

Neue Zürcher Zeitung

“Nun erscheint ein neuer Roman über Nazischauspieler – geschrieben von Charles Lewinsky, einem Autor, der auch kluge Kommentare zum politischen Zeitgeschehen schreibt und Bücher mit interessanten Geschichten über interessante Figuren vorlegt. So auch in Kastelau, mit dem es der 68-Jährige erstmals auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat.”

Tages Anzeiger

“Charles Lewinsky entwirft im Roman Kastelau das Mosaik einer düsteren Zeit und verwendet als Kitt reichlich Humor.”

Schweiz am Sonntag

“Kastelau ist aber weit mehr als ein raffinierter Scherz. Wie Wolfgang Hildesheimers fiktive Biografie Marbot (1981) hat es einen sehr ernsten Untergrund. Es erzählt eine tragikomische Geschichte um Liebe und Verrat, um Ehrgeiz und Feigheit. Es wartet mit einem Ensemble von vielschichtigen und überzeugenden Figuren auf und stellt sie in ein stimmiges Zeitkolorit.”

NZZ am Sonntag

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