EXKLUSIV
Typographisch gestaltet und mit 21 Illustrationen von Joe Villion Von der Stiftung Buchkunst prämiert als eines der schönsten deutschen Bücher 2013

Schutzumschlag, Lesebändchen, farbig, fester Einband, geprägt, Mit einem biographischen Essay von Elisabeth Schnack, gesetzt in Proforma Book, 280 Seiten.

Aus dem Englischen von Elisabeth Schnack.

Preis für Mitglieder 22,95 €

Artikelnummer:
165805

Erschienen:
2013

Dieser Artikel ist exklusiv für Büchergilde Mitglieder.

Dieser Artikel kann auch in Ihre Büchergilde-Buchhandlung geliefert werden.

Inhalt

Die junge Neuseeländerin Katherine Mansfield trifft im bayerischen Wörishofen auf typisch deutsche Kurgäste und nimmt sie zum Vorbild für ihre bekanntesten Kurzgeschichten. Messerscharf und amüsant erzählt und treffend von Joe Villion illustriert.

Mit diesen Erzählungen betrat die junge Neuseeländerin Katherine Mansfield die literarische Bühne und avancierte zur Meisterin der modernen englischen Kurzgeschichte. Die Erzählungen der Sammlung „In einer deutschen Pension“ entstanden 1909, als die erst 21-jährige Katherine Mansfield für ein paar Monate in Deutschland lebte. Mansfield trifft, schwanger und vom frisch angetrauten Ehemann geflohen, auf einen Kreis aus typischen Deutschen, die in ihrer wohlverdienten Kur das enge Korsett gesellschaftlicher Zwänge ablegen – vor allem aber auf auffällig fröhliche Witwen und verunsicherte junge Ehefrauen. Aber auch der Teller voller Fleisch zur Mittagsstunde und die alleingelassenen Kinder der so fürsorglichen Mütter stehen unter Beobachtung der stilistisch sicheren Mansfield. Sie stellt gekonnt und puristisch die Vorurteile und Klischees der englischen und deutschen Mentalität auf den Prüfstein. Aus eben dieser Distanz und der daraus entstehenden Spannung zwischen den Mentalitäten zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstammt der charakteristische Unterton ihrer brillanten Erzählungen.

 

Jurybewertung der Stiftung Buchkunst:

„Köstlich, diese schrille Synthese aus Spießigkeit, Kitsch und Ironie, die in Text und Bild so kongenial einen Geschmack davon gibt, in welch soziologisch exotischen Genuss die junge Schriftstellerin wohl während ihres Aufenthaltes in einer deutschen Penison im Jahr 1909 gekommen war. Das Einbandgewebe, Kapital- und Zeichenband furchtlos Ton in Ton in Pink, die jugendstiligen Versalien der Überschriften, die Übertreibung von Merkmalen traditioneller Buchgestaltung (übergroße Pagina und fette Kopflinie im Duktus der Illustrationen), der Text gesetzt aus der jungen Variante einer klassischen Antiqua in einem Satzspiegel mit üppig bemessenen Stegen – dies alles schafft sich die Gestalterin und Zeichnerin als angenehmes Lesemilieu. Warum beginnen die Absätze ohne den in der Regel gebotenen Einzug? Weil es sehr viele sehr kurze Absätze gibt, die die sonst unentbehrlichen Einzüge in irritierende Löcher verwandeln würden. Und nun die Bilder! Die unterhaltsamen Motive und Kompositionen in vierfarbigem Druck – Schwarz und Sonderfarben in poppigem Dreiklang – bringen einen gehörigen Spaß aufs geglättete Naturpapier. Sie lassen sich aber auch als subtil gerahmte Psychogramme einer Ära lesen, in der bisher unbekannte Konflikte von Korsett und Lebensreform, Geschlechterklischees und Frauenbewegung, Kaisermacht und Seelenforschung die überkommene Gesellschaftsordnung durcheinander brachten. Man ahnt es schon auf dem Schutzumschlag.“

 

Alle prämierten Bücher finden Sie hier →

 

Pressestimmen

“Die Schriftstellerin Neuseelands.”

3satbuchzeit extra

“Ich war eifersüchtig auf ihre Art zu schreiben - die Einzige, auf die ich je eifersüchtig war.”

Virginia Woolf

“Heute gehören Mansfields kunstvolle Erzählungen zum klassischen Repertoire der literarischen Kurzform schlechthin … Immer schimmert allerdings eine finstere Hintergründigkeit, die Mansfield in ihren kurzen, oft skizzenhaft belassenen Short Stories beschwört, spürbar durch die zart heitere Poesie ihrer einfachen Sätze hindurch.”

Neue Zürcher Zeitung

“Bei der Edition Büchergilde ist nun eine wunderbare neue Ausgabe des Buchs erschienen, bunt und ungewöhnlich bebildert von Joe Villion aus Berlin.”

Page online

“ Erstmals 1911 in London erschienen, werden die berühmten Kurzgeschichten von Katherine Mansfield, gestochen scharfe Nahaufnahmen deutscher Mentalität, jetzt in der Edition Büchergilde neu aufgelegt.”

Strandgut

Kommentare und Bewertungen
Jetzt bewerten

Weitere Infos

Empfehlen Sie dieses Produkt weiter