Leinen, geprägt, Leinen, geprägt, Umschlaggestaltung von Angelika Richter, 464 Seiten., 464 Seiten.

Preis für Mitglieder 19,95 €

Artikelnummer:
167840

Erschienen:
2015

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Inhalt

„Gemeinsame Lebenslügen sind komplizierte Gebilde, aber das zugrundeliegende Prinzip ist simpel: Einer will nicht hören, was der andre sich nicht zu sagen traut.“

Der neue, fesselnde Roman von Stephan Thome! Mit gewohnter psychologischer Tiefenschärfe, Wortwitz und authentischen Dialogen erzählt Thome von einer jungen Frau, gefangen zwischen dem Drang nach Freiheit und dem Druck der Verhältnisse.  Ein berührender, raffiniert erzählter Roman.

In seinem wunderbaren Roman Fliehkräfte erzählte Stephan Thome die Geschichte einer Ehe, ihrer Freuden und Krisen und wie der Ehemann, Hartmut, damit umgegangen ist, wie er seine Frau Maria wahrgenommen hat. Jetzt traut sich Thome etwas ganz Beachtliches: Er stellt uns Maria vor. Er schreibt einen über ihren Aufbruch aus Portugal voller Lebenshunger, über ihre Studienzeit in Berlin, ihre Wahrnehmung der Verhältnisse in Deutschland in den Siebzigern, ihre Gefühle, ihre Beziehungen, ihre Ehe mit Hartmut und ihren Entschluss, einstweilig doch wieder nach Berlin zu gehen – ein Entschluss, den ihr Mann nicht akzeptieren kann. Was für ein erzählerisches Wagnis – nicht nur, eine Geschichte aus der entgegengesetzten Perspektive erneut zu erzählen, sondern auch, sich als junger Autor in eine nicht mehr allzu junge Frau hineinzuversetzen, aus ihrer Perspektive zu erzählen, ganz konsequent durch ihre Augen zu sehen. Und wie grandios ist es ihm gelungen! Rasante, authentische Dialoge verleihen dem Roman Tempo und sind zuweilen unheimlich witzig. Und sein psychologischer Realismus ist schlicht bewundernswert. Thome dringt bei seinen Figuren, so der Spiegel, „in feinste Kapillaren ihres Gefühlslebens ein, in die Mikrostruktur ihrer Beziehungen, um daraus dann ein Gesellschaftspanorama zu erschaffen“.   
Lissabon nach der Nelkenrevolution, die Hausbesetzerszene in Westberlin, die deutsche Provinz vor und nach der Wende: Gegenspiel ist ein berührender und manchmal verstörender Roman über Täuschung und Selbsttäuschung, über Aufbruch und Verantwortung, auch gegenüber dem eigenen Leben – ein Roman voller Empathie und psychologischer Raffinesse.

Pressestimmen

“Gegenspiel ist psychologischer Realismus auf der Höhe der Zeit.”

taz

“... sein Schreiben (kommt) in einen Flow, in dem sich Figurenzeichnung und Zeitdiagnose vereinen.”

Süddeutsche Zeitung

“Wahrscheinlich hat seit dem jungen Martin Walser niemand mehr so genau über das Gefühlsleben der westdeutschen Mittelschicht geschrieben wie Thome in diesen beiden Büchern.”

Der Spiegel

“Mit Gegenspiel hat Stephan Thome erneut einen Intellektuellen-Roman geschrieben, einen schlauen, einen emotionalen. Einen guten.”

stern

“... ein präzise und mit Gespür für die Graubereiche menschlicher Beziehungen erzähltes Melodram … In erzähltechnisch virtuos gemanagten Zeitsprüngen erzählt Thome von der Nelkenrevolution in Portugal, den Hausbesetzerjahren in Kreuzberg und einem höllischen Intermezzo in der westfälischen Provinz.”

SPIEGEL ONLINE

“Gegenspiel ist ein imponierender Roman voller Empathie und psychologischer Klugheit, der literaturgeschichtlich durchaus mit dem französischen Realismus, insbesondere mit Balzac und Flaubert, verglichen werden darf.”

MDR

“Stephan Thome ist ein realistischer und betont dialogischer Autor … Wie ein Diagnostiker untersucht er die Strukturen unterschiedlicher Sprechweisen, Handlungsweisen,  Empfindungsarten von Mann und Frau. Sein Doppelportrait ist ein theoretisch interessantes Spiel.”

Verena Auffermann, Deutschlandradio Kultur

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