Fester Einband, 128 Seiten.

Umschlaggestaltung von Angelika Richter.

Preis für Mitglieder 12,95 €

Originalverlagspreis 14,95 €

Artikelnummer:
16681X

Erschienen:
2014

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Inhalt

Der Schweizer Fabrikerbe Preising wird in einem tunesischen Oasenresort zur Hochzeit reicher, junger Engländer aus der Londoner Finanzwelt eingeladen. Als England den Staatsbankrott verkündet, zeigt sich die Finanzkrise von ihrer fiesen Seite: mit gesperrten Kreditkarten, in der Wüste gestrandet scheint es nur ein kurzer Schritt zurück in die Barbarei …

Der Protagonist dieser raffiniert gebauten Novelle, der Schweizer Fabrikerbe Preising, wird auf einer Geschäftsreise in einem gehobenen tunesischen Oasenresort Zeuge aufwendiger Hochzeitsvorbereitungen. Reiche junge Engländer aus der Londoner Finanzwelt haben Freunde und Familie für ein großes Fest um sich versammelt und feiern schon im Voraus ausschweifend, als sich die wirtschaftlichen Krisensignale zur Katastrophe verdichten: das Britische Pfund stürzt ab, kurz danach ist England bankrott, mit unabsehbaren Folgen, die auch Tunesien nicht unberührt lassen. Preising, als Schweizer zwar von den schlimmsten Folgen ausgenommen, muss miterleben, wie dünn die Decke der Zivilisation ist, und lernt seine ganz eigene Lektion in Globalisierung, denn seine Firma lässt in Tunesien fertigen. Auch Preising bleibt nicht ungeschoren.

Spannend, klug konstruiert, durchaus auch komisch, mit unvergesslichen Bildern und einer reichen Sprache erzählt, seziert dieses Buch menschliche Schwächen und zielt dabei mitten ins Herz der Gegenwart.

Pressestimmen

“Jonas Lüscher hat ein absolut brillantes Buch geschrieben, das sehr zeitgenössisch ist, aber dieser überragend sprachgewandte Debütant könnte auch über ganz andere Themen fern aller Schlagzeilen schreiben, und wir würden seine Sätze mit derselben Erregung einsaugen. (…) Lüscher ist ein meisterhafter Gesellschaftsbeobachter. (…) Für mich ist Jonas Lüscher, Jahrgang 1976, die große Entdeckung in diesem Jahr. Der Stoff, mit dem seine Novelle spielt, ist unbedingt relevant. Die Wahrheit aber, die aus jedem Satz spricht, verdankt sich nur der Form.”

Die Zeit

“Jonas Lüschers faszinierende Novelle spielt zwar in naher Zukunft, erzählt aber wunderbar altmodisch von der Hybris des Kapitalismus und vom wirtschaftlichen Kollaps, ohne je zu moralisieren.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung

“England mit seiner enthemmten Finanzpolitik, die Schweiz mit ihrer vermeintlichen Neutralität und der arabische Frühling (...): Wie in dieser Gemengelage die 'Barbarei' aufscheint, hat Jonas Lüscher mit Witz zu einer nachdenklichen Parabel gebündelt. Man muss Jonas Lüscher dafür bewundern, wie er so viele brandaktuelle Sujets auf knapp 130 Seiten bündelt zu einem Lehrstück über den allzu zarten Firnis der Zivilisation.”

Süddeutsche Zeitung

“Sein Erzähldebüt ist eine Entdeckung, weil es ein so komplexes Thema wie die Finanzkrise in einer schmalen, ökonomisch erzählten Novelle bündelt, deren Schauplätze nicht treffender gewählt sein könnten: eine psychiatrische Anstalt und die Wüste.”

Der Spiegel

“Lüscher erzählt filmreif und bilderstark. (…) Der 'Frühling der Barbaren' ist Gesellschaftsanalyse und Finanzmarktkritik, ist die klug-groteske Fabel über eine Generation, die durch die Anziehung des Geldes alles riskiert.”

Deutschlandradio Kultur

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