Schutzumschlag, Lesebändchen, Leinen, geprägt, Umschlaggestaltung: Franziska Neubert, 480 Seiten.

Aus dem Französischen von Maja Ueberle-Pfaff.

Preis für Mitglieder 17,95 €

Originalverlagspreis 19,95 €

Artikelnummer:
167530

Erschienen:
2015

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Inhalt

Ein großer, sehr moderner Gesellschaftsroman über die Lügen des Lebens, über Schein und Sein, über Liebe und Verrat, über zerstörerische Ambitionen und das Scheitern daran. Ein aufwühlendes Buch über unsere Zeit.

Nina, Samuel und Samir – mit zwanzig Jahren sind die drei Freunde unzertrennlich, sie teilen dieselben Werte, erträumen sich eine Zukunft, in der sie ihre Ideale verwirklichen werden. Nina und Samuel sind ein Paar, doch als Nina eine Affäre mit Samir beginnt, sind Liebe, Freundschaft und Vertrauen zerstört. Samir verschwindet aus Frankreich und aus dem Leben der beiden Freunde – bis sie ihn zwanzig Jahre später durch Zufall im Fernsehen wiedersehen. Samir lebt als Staranwalt in New York, während Nina und Samuel ein tristes Dasein am Rand der Gesellschaft führen. Doch sein Aufstieg beruht auf einer Lüge: Um seine Herkunft zu verschleiern, bediente er sich der Identität seines Freundes Samuel. Samuel brennt vor Eifersucht. Und so initiiert er ein Treffen in Paris, um sich an Samir zu rächen – doch am Ende zieht das Schicksal jeden Einzelnen zur Rechenschaft. Atemlos, drastisch, politisch – packender Lesestoff.

Pressestimmen

“Zweifellos einer der wichtigsten Romane dieses Bücherherbstes.”

Paris Match

“Die Gierigen von Karine Tuil ist ein grandioses Sittengemälde unserer Zeit. (…) Unsere Gesellschaft und ihr ewiges ‚Immer besser, immer höher, immer mehr’. Was dieser ewige Druck mit uns anrichten kann – Karine Tuil beschreibt es erzählerisch dicht und angenehm schnörkellos.”

Titel, Thesen, Temperatmente

“Die […] Autorin […] demaskiert die Mechanismen [eines] durch Bluff erzwungenen Erfolges Schicht für Schicht mit analytischer Schärfe und Sinn für Dramatik.”

BÜCHER

Kommentare und Bewertungen
Bewertung

Kommentar von Wolfram Haug (17.11.2015)

„Was als „wichtigster Roman des Bücherherbstes“ (2014) angesagt ist …. nun, wie immer bei solchen Zuweisungen (von Paris Match, Wochenillustrierte in Frankreich) kommt man unweigerlich an einer Entscheidung nicht vorbei: es von vorneherein als eine lokalpatriotische Übertreibung (Karine Tuil ist Französin) anzunehmen und nicht zu lesen, oder der Lobpreisung nachzugehen und sich mit einem „warum eigentlich nicht“ auf die Entdeckungsreise zu begeben. Habe mich denn auch zur Reise aufgemacht, die Schicksalskreuzungen der drei Hauptpersonen nachzuvollziehen …. ein zügiger Erfindungsromanbeginn, wobei die Hauptlinie in der Handlung – Aufzeigen von Gesellschaftshandeln in der Gegenwart (z.B. Wohlstandstaktisches Kalkül bei der Auswahl des Ehepartners; Erfindung und Manipulation der eigenen Biographie) - spannend und mit gutem Zug Fahrt aufnehmen. Vermutlich bleibt es auch, falls diese Ausrichtung durchgehalten wird, ein kurzweiliges Lesevergnügen. Ich muß das so kommentieren, denn für mich war es das nach 113 Seiten nicht mehr. Natürlich „selbstverschuldet“, denn ich war außerstande weiterzulesen, nachdem mich drei ganz kurz hintereinander vorkommende, gleichlautende und dabei höchst oberflächliche Beschreibungen , die damit vor allem völlig nichtssagend wurden, das Buch aus der Hand katapultierten. Die Passagen: Samir erhält eine SMS von Nina, und „er verliert den Boden unter den Füßen, er versinkt“ ; kurz danach dann, nur ein paar Takte weiter: „Doch wenn er nur daran denkt, Nina wiederzusehen, bekommt er Herzklopfen. Seine Hände flattern , er fängt an zu stammeln, das kennt er gar nicht von sich. Er verliert den Boden unter den Füßen.“ Kurz darauf „eilt er entschlossenen Schrittes durch den Gang, als er eine Frau von hinten sieht, die ihn an Nina erinnert, zieht es ihm wieder den Boden unter den Füßen weg“. Hmmmm! Tja und dann war bei mir auch der Boden weg ….. der Boden, der sich Anspruch an Literatur und sprachliches Vermögen nennt, der es erlaubt Vorgänge in der Psyche eines bestimmten Charakters und seine Verfassung in emotionalen Situationen mit Tiefgang zu schildern. Schade, das Sujet des Buches hätt mich weiter interessiert …. ging aber nicht mehr.”

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