Schutzumschlag, Lesebändchen, Leinen, Umschlaggestaltung von Jörg Hülsman, 384 Seiten.

Preis für Mitglieder 18,95 €

Originalverlagspreis 22,00 €

Artikelnummer:
167913

Erschienen:
2015

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Inhalt

Berlin, 1933: Der Führer favorisiert das Boxen. Begeisterung im Verband Deutscher Faustkämpfer. Die Funktionäre werden zu Vorreitern der Gleichschaltung. Sämtliche jüdischen Boxer, Trainer und Promoter werden von den Mitgliederlisten gestrichen. Trotzdem gelingt es dem Sinto Johann Rukelie Trollmann, im Juni um den Titel des Deutschen Meisters zu kämpfen.
Trollmann ist ein talentierter, unkonventionell kämpfender Boxer und charismatischer Publikumsliebling. Seinem Gegner ist er überlegen. Doch Trollmann ist Sinto. SA steht am Ring. Funktionäre und Presse tun alles, um seine Karriere zu zerstören und ihn endgültig auf die Bretter zu schicken.
Stephanie Bart erschafft ein virtuoses und vielstimmiges Panorama der Reichshauptstadt. Deutscher Meister führt ins Innerste der nationalsozialistischen Machtentfaltung und an

ihre Grenzen. Eine mitreißende Geschichte, für die die Autorin eine ganz eigene, authentische Sprache findet.

Stefan Mesch zu Deutscher Meister:

Und wenn der beste Boxer in Nazi-Deutschland 1933 kein Arier ist – sondern ein Sinto? Wie können Reporter, Trainer und Funktionäre, wie können Staat und Politik, ganz Hitler-Deutschland diesen Sportler stoppen?

Selbstsicher, verwegen, Schlag auf Schlag findet Stephanie Bart alle Stimmlagen, Farben, Facetten, Perspektiven eines großen historischen Duells: Berliner Charme. Boxsport-Jargon. Sprache als Schlagstock, Waffe, Propaganda. Es gibt keine Hauptfigur – nur zahllose unzufriedene Männer, die einen selbstbewussten Sportler klein- und totreden wollen. Ihn abdrängen. Moralisch vernichten.

Stephanie Barts Witz, Chuzpe und Verstand machen dieses schnelle Buch zum Treffer. Boxer Johann Trollmann aus Hannover: gewürdigt – nach 80 Jahren. Selten habe ich mehr gelernt. Gestaunt. Getrauert.

Pressestimmen

“Die Handlung des Buches läuft selbst ab wie ein idealer Boxkampf: ein stetes Hin und Her, lauter Finten, Vorstöße, Rückzüge und bisweilen Aufwärtshaken und Tiefschläge. Ein meisterhafter Roman.”

Andreas Platthaus, FAZ

Kommentare und Bewertungen
Bewertung

Kommentar von Wolf Schmid (18.05.2016)

„Romandebüt? Goodbye Bismark war dann das Vordebüt?”

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