Kultkrimi

Klappenbroschur, bedruckt, 160 Seiten.

Aus dem Französischen von Bettina Bach.

Preis für Mitglieder 14,95 €

Originalverlagspreis 19,90 €

Artikelnummer:
164744

Erschienen:
2011

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Inhalt

In der Nacht vom 13. März 1964 wurde die 28-jährige Kitty Genovese im New Yorker Stadtteil Queens Opfer eines Gewaltverbrechens, das in die Kriminalgeschichte einging.
Didier Decoins Rekonstruktion dieses Mordfalls ist von einer beklemmenden Ungeheuerlichkeit – was zu gleichen Teilen am Vorgehen des Mörders und dem Verhalten der zahlreichen Zeugen liegt.
Um 3.15 Uhr stellt Kitty Genovese, die von ihrer Schicht als Kellnerin nach Hause kommt, ihren Wagen in der Nähe ihres Apartments ab. Als sie aus dem Auto steigt, nähert sich ihr ein Mann. Dieser Mann ist Winston Moseley, der mit seiner Frau und zwei Kindern ebenfalls in Queens lebt. Moseley arbeitet als Bürokraft, hat keine Schulden, ist nicht vorbestraft und bisher nie auffällig geworden. Trotzdem erregt etwas an der Art, wie er sich Kitty Genovese nähert, deren Misstrauen. Sie versucht, eine Notrufsäule zu erreichen, wird jedoch von Moseley eingeholt und auf offener Straße niedergestochen. Über einen Zeitraum von mehr als einer halben Stunde wird Kitty Genovese von Winston Moseley vergewaltigt, schwer verletzt und am Ende ermordet – während mindestens 38 Zeugen ihre Schreie hören oder aus erleuchteten Fenstern heraus das Geschehen beobachten.
Die anhaltende Untätigkeit von Zeugen nennt man seit Kitty Genoveses Ermordung "Bystander-Effekt" oder auch "Genovese-Syndrom".

Pressestimmen

“Der Tod der Kitty Genovese ist eine Studie über Ignoranz. Und mehr: Decoin beschreibt den Mechanismus, mit dem vermeintlich ‚unverständliche’ Gewalttaten gesellschaftsfähig gemacht werden.”

Tagesspiegel

“Didier Decoins herausragendes Buch erzählt eine wahre Begebenheit. Trotzdem handelt es sich um einen Roman, dessen besondere Stärke nicht auf die dramatischen Vorgänge zurückgreift, von denen er berichtet, sondern auf die außerordentliche literarische Qualität, die ihn von der ersten bis zur letzten Seite auszeichnet.”

Le Magazine Littéraire

“Beide Autoren beschreiben – beide beeindruckend und sprachmächtig –, das langsame Sterben der jungen Frau. (…) Decoin geht skrupulöser mit dem Fall um. Er gibt zu seinem Roman ein Nachwort und ‚weiterführende Literatur‘. Aber seine wichtigste Entscheidung war es, einen Erzähler auf Abstand zu erfinden. (…) Das bedeutet nicht, dass Decoin dem Leser Härten erspart, und dass seine Schilderung des Mordes nicht ausführlich und herzzerreißend ist. Indem er aber auf zusätzliche Effekte verzichtet, setzt er Kitty Genovese das würdigere Denkmal.”

Frankfurter Rundschau

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