Titelbild: Der lebende Berg
Abbildung: Der lebende Berg Abbildung: Der lebende Berg Abbildung: Der lebende Berg Abbildung: Der lebende Berg Abbildung: Der lebende Berg Abbildung: Der lebende Berg Abbildung: Der lebende Berg

Aus dem britischen Englisch von Judith Zander, mit einem Vorwort von Julia Finkernagel und einer Einführung von Robert Macfarlane, mit Schwarz-Weiß-Abbildungen, fester Einband, praktisches Reiseformat (12 x 19 cm), Einbandgestaltung von Clara Scheffler.

Preis für Mitglieder 18,00 €

Artikelnummer:
172453

Erschienen:
2020

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Inhalt

Felsen, Wiesen, Weiden und Tiere sowie dem menschlichen Auge zuweilen verborgene Geheimnisse der Natur einer unvergleichlichen Landschaft: Auf ihren unzähligen Reisen in die schottischen Cairngorm Mountains begegnete Nan Shepherd einer atemberaubend schönen wie schockierend harten Natur. In ihrem wichtigsten Buch – einem Kondensat der aufwühlendsten Erfahrungen – gelingt es ihr, diese Naturerlebnisse auf unvergleichliche Weise zu schildern. Immer versucht sie dabei, dem innersten Wesen der sie umgebenden Welt auf die Spur zu kommen und sich mit ihr in Beziehung zu setzen. Verfasst während des Zweiten Weltkriegs, wurde das Buch erst kurz vor ihrem Tod veröffentlicht.

Pressestimmen

“'Der lebende Berg' liest sich so anregend, dass der Körper ganz leicht wird und man mit wenig Kraftaufwand durch die Seiten und die bildstarken Sätze klettert.”

Süddeutsche Zeitung

“Nan Sheperd, die die Cairngorm Mountains so gut kannte, hat eine atemberaubende Landschaftsbeschreibung geschaffen. Der lebende Berg ist ein Werk von kraftvoller Expressivität und Momenten der Stille – mit Worten.”

Gießener Anzeiger

Kommentare und Bewertungen
Bewertung

Kommentar von Karsten Koblo (02.01.2021)

„Schon Hannibal Lector wusste, dass wir das am meisten begehren, was wir täglich sehen. So muss es auch Nan Shepherd ergangen sein. Sie sah Zeit ihres Lebens die Cairngorms vor sich. Diese Erhebungen im Nordosten Schottlands faszinierten sie. Sie reiste viel, von Norwegen bis Südafrika. Doch zu rück in der Heimat wusste sie, dass nur diese Berge ihr Glück bedeuten können. In der Mitte der Vierzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts begann sie ihre Erlebnisse am, im und rund um die Cairngorms aufzuschreiben. Behielt sie aber drei Jahrzehnte in der Schublade. Nun sind sie in einer wunderbar gestalteten Neuauflage nachzulesen, zu bewundern und machen Lust auf Wandern. Auch diejenigen, denen das Auf und Ab nicht unbedingte Zuneigung abfordern, werden eingestehen, dass Nan Shepherds Worte Spuren hinterlassen. Ihr Drang sich diesem Berg zu nähern, ihm seine Geheimnisse zu entlocken, ist atemberaubend. Kein Souvenirladen an den Hängen wird, kein Reiseguide wird mehr über diese Landschaft erzählen als die Englisch-Dozentin vom Aberdeen College of Education. Ob wolkenverhangene Gipfel, das glasklare Wasser, das duftende Moos, die gespenstischen Skelette der Bäume, die einzigartigen Aussichten … Nan Shepherd zieht mit ihren klaren Worten den Leser sofort in ihren Bann. Man muss wirklich kein Wandervogel sein, um beim Blättern und Lesen ins Schwärmen zu geraten. So eindringlich wurde selten zuvor eine Landschaft beschrieben. Man will umgehend sich Wanderschuhe zulegen, die Koffer packen und auf ihren Spuren wandeln. Flora und Fauna kennt man ja bereits aus den zwölf Kapiteln. Und dennoch wird man sicher das eine oder andere entdecken, dass Nan Shepherd vors Auge kam. Denn die Region hat sich verändert. Als sie zum ersten Mal das Gebirge erkundete, war sie fast allein. Als sie sich entschloss ihre Gedanken zu veröffentlichen, gab es Straßen, Hütten, zarte Anfänge einer Tourismuslogistik. Wie oft Nan Shepherd hier oben war, lässt sich nicht einwandfrei nachvollziehen. Es müssen Hunderte, wenn nicht Tausende Wanderungen gewesen sein. Wo andere ihren Namen ins Gehölz schnitzen, um Nachkommenden ihre Anwesenheit aufzudrängen, schweigt die Autorin. Sie wird das hinterlassen, was wirklich wichtig ist: Den Berg in all seinen Facetten. Sie isst, was ihren Weg kreuzt. Sie trinkt das frische Wasser, dass kaum ein paar Meter zuvor dem Berg entsprungen ist. Sie wandert trittsicher, wo andere ins Stocken kommen. Und sie berichtet so treffsicher wie Robin Hoods Pfeil im Ziel steckt. Ein Klassiker, der niemals seine Kraft verlieren wird!”

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