Titelbild: Der Garten des Dissidenten

Leinen, 480 Seiten.

Aus dem amerikanischen Englisch von Ulrich Blumenbach.

Preis für Mitglieder 12,90 € (früher: 19,95 €)

Artikelnummer:
167387

Erschienen:
2014

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Inhalt

Ein fesselnder Mehrgenerationenroman über eine zerrissene Familie von Dissidenten in Queens, eine mitreißende Geschichte der Immigration von europäischen Idealen und Ideen nach Amerika und eine humorvolle Saga über den persönlichen Preis, den gescheiterte politische Ambitionen fordern.

Wegen der Affäre mit einem schwarzen Polizisten wird Rose Zimmer aus der kommunistischen Partei Amerikas ausgeschlossen. Zuvor war bereits ihr deutsch-jüdischer Ehemann Albert als Spion in die DDR verbannt worden. Dennoch hält die „Rote Königin“ von Queen stur und tyrannisch an ihren politischen Überzeugungen fest. Sie tyrannisiert ihren Mann, dann ihren Liebhaber und schließlich ihre Tochter Miriam und jagt sie alle aus dem Haus. Miriam kann vor Roses Einfluss nur in die aufkommende New-Age-Bewegung fliehen. Miriams Sohn Sergius wächst dagegen in einer Welt auf, in der gesellschaftliche Ideale bloß noch belächelt werden. Alle diese unvollkommenen Menschen kämpfen darum, ihre utopischen Träume in einem Amerika zu verwirklichen, in dem jedem radikalen Lebensentwurf mit Hass oder Gleichgültigkeit begegnet wird. Sie haben gelernt, dass Politik über der Familie steht, aber die Familie holt jeden wieder ein: Die Monarchin der Familie Zimmer, Rose, schwebt über allem und allen, ihr politischer Geist verfolgt ihre gesamte Familie noch über ihren Tod hinaus. Miriam, Sergius und ihre Familien wollen ihren eigenen politischen Ideen nachgehen und müssen am Ende immer wieder feststellen, dass sie nicht ihren Idealen gefolgt sind, sondern nur denen Roses widersprechen wollten.

 

Pressestimmen

“Ein Polit-Roman, in dem die Figuren die Politik über die Familie stellen − und doch immer wieder von ihrer Familiengeschichte eingeholt werden.”

Spiegel online

“Großartiger Generationenroman von einem der Stars der US-Literatur.”

Focus

“Jonathan Lethem offeriert mit "Der Garten der Dissidenten" ein kluges Mosaik aus individueller Verlorenheit im Kollektiv und der Sehnsucht nach einer Revolte, die nicht mehr nur nimmt, sondern endlich etwas zurückgibt.”

Nürnberger Zeitung

“... was den Roman so lebendig und lesenswert macht, sind die unendlich vielen, liebevoll gezeichneten Details New Yorks und seiner Menschen, das Proletariat im Queens der Fünfzigerjahre, die Beatniks im Village der Sechzigerjahre, die wunderbaren Bilder und sprachlichen Kapriolen, deren Genuss nur manchmal davon getrübt wird, dass die Hippiesprache in den Jargon heutiger norddeutscher Jugendlicher transportiert wird.”

Spectrum

“Durch sein Thema steht dieser eindringliche Roman durchaus in der Tradition der großen sozialkritischen Literatur, wie sie von Upton Sinclair und anderen geschrieben wurde. Er entzieht sich dieser Tradition zugleich aber auch durch die Mischung der vielen Perspektiven und durch die Beschränkung auf ein meist bürgerliches, teils jüdisches, teils schwarzes Milieu, in dem Revolution und Rebellion nie eine existenzielle Notwendigkeit gewesen sind.”

Neue Zürcher Zeitung

“Diese Figurenfauna entwickelt ein temperamentvolles Eigenleben und nistet sich sofort nachdrücklich in der Leserfantasie ein  ”

Falter

“Klar ist, dass wir uns auf ein Epos über gesellschaftliche Ideale und politische Utopien freuen dürfen, das lange nachklingt.”

Buchreport

“Jonathan Lethem hat einen großen Roman über seinen deutschen Großvater und seine kommunistische Großmutter geschrieben.”

Die literarische Welt

“Jonathan Lethem ... erzählt von einem Jahrhundert, in dem ideologische Konflikte ganze Familien zerstören konnten.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung

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