Leinen, geprägt, 192 Seiten.

Aus dem Ungarischen von Elsbeth Zylla.

Preis für Mitglieder 15,95 €

Originalverlagspreis 18,95 €

Artikelnummer:
165775

Erschienen:
2013

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Inhalt

Gábor Kolozs steht vor einem Dilemma: Als sein Vater, ein Überlebender des Holocausts, stirbt, entscheidet sich Gábor, den Tod zu verschweigen und weiterhin die Wiedergutmachungszahlung einzustreichen, von der sie beide lebten. Aber nun kündigen sich zum 100. Geburtstag des „letzten Überlebenden“ Gratulanten an…

Budapest, im Jahr 2000: Gábor Kolozs steht vor den Trümmern seiner Existenz. Dabei hatte alles so hoffnungsfroh begonnen, damals, Anfang der 60er als Wirtschaftsstipendiat in Moskau. Doch die Arbeit an einer ungarischen Reform 1968 und eine stürmische Ehe scheitern, schließlich wird Kolozs als Dissident diffamiert. 1989 beschert ihm die Wende wieder beruflichen Erfolg, aber nur kurzfristig. Ein ständiges auf und ab endet schließlich mit seinem Wiedereinzug bei den Eltern als Mittel- und Arbeitsloser, der „Urlaub“ macht, in dem er sich Reisepläne online zusammenstellt. Zusammen mit seinem Vater lebt er von dessen Rente und einer Wiedergutmachung als Holocaust-Überlebender. Als dieser nun stirbt entschließt sich Kolozs, den Tod zu verschweigen und die monatliche Wiedergutmachung weiterhin einstreichen – inklusive einer täglichen Mahlzeit, die ihm vor die Tür gebracht wird. Der Schwindel droht aufzufliegen, als die Presse den 100. Geburtstag des „letzten Überlebenden“ am 23. Dezember 2006 feiern möchte … 
Dalos Roman ist ein kluges und komisches Schelmenstück über sittliche Werte und ihren Verfall und erzählt wie nebenbei fesselnd von der Geschichte Ungarns seit den 60er Jahren.

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