Lesebändchen, Leinen, geprägt, mit einer zeitgenössischen Rezension von Kurt Tucholsky, farbiges Vorsatzpapier, Lesebändchen, violetter Farbschnitt, Einbandgestaltung von Marion Blomeyer, 368 Seiten.

Artikelnummer:
170043

Erschienen:
2018

Dieser Artikel ist exklusiv für Büchergilde Mitglieder.

Dieser Artikel kann auch in Ihre Büchergilde-Buchhandlung geliefert werden.

Inhalt

Ernst Ottwalt war lange in Vergessenheit geraten. Dabei analysierte er schon frühzeitig nahezu gefährlich hellsichtig den Nationalsozialismus – bereits vor Hitlers Machtergreifung. In seiner Schilderung der deutschen Rechtsmühlen aus dem Jahr 1931 nimmt er ebenfalls kein Blatt vor den Mund. Die Hauptfigur seines Justizromans, der Richter Friedrich Wilhelm Dickmann, arbeitet nach dem Motto „Es gibt keine Gleichheit vor dem Gesetz“. Dickmann habe zwar kein konkretes Vorbild, und „[die] Tatsachen [mögen] dem Leser zuweilen unglaubhaft erscheinen“. Doch seien alle Fälle, Verhandlungen und Urteile aus den Jahren 1920–1931 echt, betonte Ottwalt. Sein avantgardistisches Verweben fiktionaler Passagen mit authentischen Materialien widersprach damals den traditionellen Erzählweisen. Das eigene Jurastudium hatte der Autor übrigens abgebrochen.

 

„Das passende Buch zum allgegenwärtigen Weimar-Hype und ein lesenswertes noch dazu.“ — Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kommentare und Bewertungen
Jetzt bewerten

Empfehlen Sie dieses Produkt weiter