Titelbild: Das perfekte Leben des William Sidis
Abbildung: Das perfekte Leben des William Sidis

Fester Einband, Schutzumschlag, Lesebändchen, fester Einband, Umschlaggestaltung von Moni Port, 368 Seiten. Aus dem Dänischen von Peter Urban-Halle., 368 Seiten.

Aus dem Dänischen von Peter Urban-Halle.

Preis für Mitglieder 19,95 €

Artikelnummer:
169479

Erschienen:
2017

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Inhalt

Von der Presse als „klügster Mensch aller Zeiten“ gefeiert und als Exzentriker bloßgestellt, wollte William Sidis (1898–1944) nur eines: ein ganz normales Leben. Aber wie normal kann das Leben von jemandem sein, der bereits mit anderthalb Jahren die New York Times las, mit 11 in Harvard zu studieren begann und ca. einen Tag brauchte, um eine neue Sprache zu lernen? Doch, sein Sohn sei normal, so sein Vater, der Williams Fortschritte nach neuesten psychologischen Erkenntnissen vefolgte. Der Junge versuchte seine Intelligenz (sein IQ lag vermutlich bei 250 bis 300) zu nutzen, um seinem Schicksal zu entkommen. Das Scheinwerferlicht, in das er gezerrt wurde, mied William, je älterer wurde. Er nahm „no-brainer“-Jobs an, um über die Runden zu kommen, und arbeitete bis zu seinem frühen Tod an zahlreichen wissenschaftlichen Projekten. Morton Brask erzählt in seinem verblüffend wahren Roman die Geschichte dieses Wunderkinds unmittelbar und eindringlich.

Kommentare und Bewertungen
Bewertung

Kommentar von Uwe Herm (27.10.2018)

„Das Thema hat mich neugierig gemacht und ich las das Buch in der Hoffnung, etwas Neues über Menschen mit besonderen Fähigkeiten zu erfahren und zu begreifen. Dazu aber taugt das Buch nicht. Es ist einigermaßen lesbar geschrieben, wobei dramatische Momente am Rande des Kitsch balancieren. Darüber mag man hinweglesen (was ich dann allmählich getan habe). Aber, enttäuscht hat mich, dass der Autor in seiner Haltung gegenüber seiner Hauptfigur nicht offen ist, was er hätte sein müssen, um die Persönlichkeit und das Schicksal von William Sidis begreifbar oder zumindest zugänglich zu machen. Statt dessen nutzt er seinen Protagonisten, um mit dem literarischen Holzhammer zu verdeutlichen, was er ohnehin schon weiss: dass eine hohe Intelligenz zum Glücklich-Sein so gut prädestiniert wie ein drittes Bein. Auch wenn Morten Brask einen vorwarnt und meint, er habe die biographischen Element nur als Ausgangsbasis für seine dramatische Ausschmückung wichtiger Lebensmomente benutzt, so habe ich dennoch das Buch am Ende schließlich weggelegt mit Eindruck, etwas über eine Gestalt aus der Fantasie-Welt von Morten Brask gelesen zu haben, aber von William Sidis und den Besonderheiten seines Lebenslaufs immer noch nichts verstanden zu haben. Dafür scheint mir der Aufwand, den die Büchergilde betreibt, um dieses Buch ordentlich zu gestalten und unter die Leute zu bringen, sehr hoch.”

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