Leinen, geprägt, Schutzumschlag, Lesebändchen, Leinen, geprägt, Umschlaggestaltung Franziska Neubert, 512 Seiten. Aus dem Rumänischen., 512 Seiten.

Preis für Mitglieder 21,00 €

Artikelnummer:
168162

Erschienen:
2015

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Inhalt

„Ich spielte unter dem Tisch im Hof, wenn die Alten sich Geschichten erzählten oder schöne Lieder traurigen Inhalts summten … Schickt das Kind hier weg, sagte manchmal eine der Tanten. Lass es da, sagte Großvater. Immer bleibt einer übrig, der erzählt. Vielleicht wird gerade er einmal der Erzähler sein.“

Mehr als ein halbes Jahrhundert später breitet Varujan Vosganian – das Kind von damals, der Erzähler von heute – einen Teppich an Geschichten und Figuren vor uns aus, wie er feiner nicht gewebt sein könnte. In einer rumänischen Provinzstadt, scheinen sich die Wege des aus seiner Heimat vertriebenen armenischen Volkes zu kreuzen. Wir erfahren von Sahag, den seine Mutter für einen Sack Mehl an einen Araber verkaufen musste, um die Schwester vor dem Tod zu retten, oder von Siruni, der von den Russen nach Sibirien deportiert wurde, aber wir erfahren auch von weltweiten Kommandoaktionen der Armenier gegen die für den Genozid verantwortlichen Türken und von Großvater Garabet, der die Fäden dieser so wunder- wie grausamen Saga zusammenhält. 

Pressestimmen

“Ein literarisches Werk erster Güte, eine Art von Gegen-Geschichtsschreibung, in der nicht nur die grausamen Fakten aufgerollt, sondern auch die Träume, die Illusionen, die glücklichen Momente derer aufgehoben sind, die dem großen Schlachten entkamen und, versehrt in der Seele, weiterlebten.”

Süddeutsche Zeitung

“Mit seiner poetischen, präzis-lakonischen Sprache, kongenial und einfühlsam von Ernest Wichner ins Deutsche gebracht, ist dies wahrlich ein Jahrhundertbuch. … Der Roman … dürfte neben Franz Werfels "Vierzig Tage des Musa Dagh" in die Literaturgeschichte eingehen.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung

“Trotz oder gerade wegen seiner Nüchternheit mutet der Text ergreifend an. Vosganian schockiert durch den trockenen Realismus seiner Schilderungen. Klischees vermeidet er bravourös.”

MDR Figaro

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