Titelbild: Serge
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Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel, fester Einband mit Schutzumschlag, farbiges Vorsatzpapier, Lesebändchen, 208 Seiten.

Preis für Mitglieder 20,00 €

Artikelnummer:
17376X

Erschienen:
2022

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Inhalt

Die Geschwister Popper: Serge, verkrachtes Genie und homme à femmes, Jean, der Vermittler und IchErzähler, und Nana, die verwöhnte Jüngste mit dem unpassenden spanischen Mann. Nach dem Tod der Mutter entfremdet sich die jüdische Familie immer mehr voneinander. Zu ihren Lebzeiten hat keiner die alte Frau nach der Shoah und ihren ungarischen Vorfahren gefragt. Jetzt schlägt Serges Tochter einen Besuch in Auschwitz vor. Virtuos balanciert Reza zwischen Komik und Tragik, wenn auf der Reise die Temperamente aufeinanderprallen. Hinter den messerscharfen Dialogen ist es gerade die existenzielle Hilflosigkeit dieser Menschen, die berührt.

Pressestimmen

“Ein heiterer Roman über den Besuch einer jüdischen Familie in Auschwitz: das gelingt in unserer Gegenwartsliteratur niemand so stilsicher wie Yasmina Reza. Innerfamiliäre Konflikte und welthistorische Bruchlinien ambivalent, komplex und doch unterhaltend darzustellen: Das schafft große Literatur. Bravo!”

Denis Scheck - Tagesspiegel

“Yasmina Reza wirft einen illusionslosen Blick auf den Menschen und urteilt nicht moralisch. Doch eine Erinnerung, die nicht mit einem selbst verbunden ist, muss folgenlos bleiben: Es kann alles wieder geschehen. Solche Gedanken in einem so unterhaltsamen Buch: Das ist große Kunst.”

Anna Hartwich - NDR Kultur

“Ein grandioser Roman (...) Falls man sich generell mal nicht sicher sein sollte, ob die Bücher, die man liest, gut sind, dann kann man einfach diesen neuen Roman danebenlegen, um den Unterschied zu erkennen. 'Serge' zeigt, was einen Roman ausmacht. Ist auf eine so elegante Weise böse und witzig zugleich, hält die Balance zwischen den Wünschen und den Fehlern seiner Figuren, ohne sie für eine Pointe oder eine billige Erkenntnis zu verraten.”

Tobias Rüther - Frankfurter Allgemeine Zeitung

“Yasmina Rezas macht in ihrem Roman 'Serge' vor keinem Tabu halt (…) sie besticht wie gewohnt mit skurrilem Detailwitz, absurden Dialogen und urkomischen Beobachtungen.”

Christoph Vormweg - Deutschlandfunk Büchermarkt

“Dieser melancholische Roman ist ein vor Lebensweisheit schimmernder Edelstein, der sich in ein ruppig ironisches Gewand gehüllt hat, und in dieser Verkleidung nur umso ergreifender. Die fabelhafte Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel und Frank Heibert geht jeden von Yasmina Rezas Schritten mit, aus dem Leichten ins Schwere, aus dem Groben ins Zarte und wieder retour, und macht ein bezwingendes, idiomatisches Deutsch daraus.”

Eva Menasse - Der Spiegel

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