Titelbild: Schnee fällt auf Chinas Erde
Weltempfänger Bestenliste Frühling 2022 Platz 5

Ausgabe Penguin. Aus dem Chinesischen von Susanne Hornfeck und mit einem Vorwort von Ai Weiwei, 144 Seiten..

Artikelnummer:
700746

Erschienen:
2022

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Inhalt

Literatur aus China

 

Ai Qings Gedichte zählen zum Kanon chinesischer Lyrik und haben die moderne Dichtkunst des Landes wesentlich geprägt. Sie zeigen eine Nation im Wandel, denn sie spannen den Bogen über die vergangenen hundert Jahre – vom Ende des Kaiserreichs über die Gründung der Volksrepublik zur Kulturrevolution –, und erzählen vom Konflikt zwischen Nationalisten und Kommunisten, dem Imperialismus der japanischen Invasoren und dem Kampf zwischen den Machthabern. Angeregt durch Vorbilder wie Walt Whitman und Wladimir Majakowski befreite Ai Qing die chinesische Lyrik aus erstarrten poetischen Traditionen, indem er in freien Versen schrieb. Er wandte sich in klarer, schnörkelloser Sprache und anschaulicher Metaphorik unmittelbar an sein Lesepublikum. In allen seinen Texten spürt man eine tiefe, persönliche Leidenschaft und Naturverbundenheit, eine genuine Liebe zu den Menschen und tiefes Mitgefühl mit den Unterdrückten. Mit seinen ergreifenden Versen trifft Ai Qing seine LeserInnen mitten ins Herz. Ai Qings Gedichte sind zudem auch ein wesentlicher Schlüssel zum Werk seines Sohnes Ai Weiwei.

 

 

Empfehlung von Litprom-Jurymitglied Katharina Borchardt:

 

"Lebensnah und unverstellt – das sind die Gedichte von Ai Qing. 21 Jahre lang war er in die Wüste Gobi verbannt. Wie hat er es geschafft auch danach nicht bitter zu klingen?"

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