Titelbild: Jeder geht für sich allein
Akutagawa-Preis 2018 / Weltempfänger Bestenliste Sommer 2021 Platz 4

Ausgabe Cass. Aus dem Japanischen von Jürgen Stalph, fester Einband mit Schutzumschlag aus Naturpapier, Lesebändchen, 109 Seiten.

Preis für Mitglieder 22,00 €

lieferbar in Kürze

Artikelnummer:
700290

Erschienen:
2021

Inhalt

Mit 24 ging Momoko in die große Stadt, nach Tokyo, um die Zwänge der Provinz hinter sich zu lassen, um frei zu sein. Sie war sich für keine Arbeit zu schade, schuftete, passte sich an, gab sich, wie man es von ihr erwartete: folgsam, freundlich, auf Harmonie bedacht. Und schlug so unversehens den Weg ein, den die Gesellschaft ihr vorgab: Mann, Kinder, ein schönes Zuhause.
Jetzt, mit 74, ihr Mann ist tot, die Kinder sind längst aus dem Haus, denkt Momoko nach. Über die Träume, die sie einst hatte. Über die Liebe. Über Einsamkeit. Über das Altern und den Tod. Und nach fünfzig Jahren Leben mit der Hochsprache kommt mit Macht wieder, was die junge Momoko in Tokyo immer für ein Stigma hielt: ihr Dialekt. Ihre Heimat.

Empfehlung von Litprom-Jurymitglied Jörg Plath:
„Die 74-Jährige hört Stimmen. Momoko ist allein in Tokio, sie gleitet zurück in die Provinzheimat und ihren Dialekt. ‚Mach morr’s fesd‘, so schön klang der Heiratsantrag von Shuzo.“

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