Titelbild: Das ferne Feuer
Abbildung: Das ferne Feuer Abbildung: Das ferne Feuer Abbildung: Das ferne Feuer Abbildung: Das ferne Feuer Abbildung: Das ferne Feuer Abbildung: Das ferne Feuer

Aus dem amerikanischen Englisch von Brigitte Walitzek, fester Einband mit Schutzumschlag, farbiges Vorsatzpapier, Lesebändchen, 496 Seiten, Umschlaggestaltung von Susanne Jordan.

Preis für Mitglieder 24,00 €

Artikelnummer:
17281X

Erschienen:
2021

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Inhalt

Die Studentin Parvin Schams fühlt sich zwischen den liberalen Ideen ihrer Professorin und den Erwartungen ihres konservativen afghanisch-amerikanischen Umfelds hin- und hergerissen. Da eröffnet sich ihr die Möglichkeit, ihre Bestimmung zu finden: Sie arbeitet für eine Stiftung, die sich für afghanische Frauen engagiert. Doch als sie am Einsatzort eintrifft, steht das Stiftungsgebäude leer. Auch die Bewohner des Dorfes verhalten sich seltsam abweisend. Parvin findet nach und nach heraus, was es damit auf sich hat. Als der Konflikt zwischen den Einheimischen und ihren selbsternannten Wohltätern eskaliert, muss Parvin sich entscheiden, wo sie steht.

Kommentare und Bewertungen
Bewertung

Kommentar von Stefan Reeg (19.05.2022)

„Nachdem ich vor einiger von AW "Den amerikanischen Architekten" gelesen und für gut befunden hatte, kaufte ich das neuere Buch, welches auch einen engen Bezug zu 9/11 hat: die Vergeltungsaktionen der US-geführten Allianz gegen die Taliban in Afghanistan. Ein junges College-Mädchen (mit afghanischen Wurzeln) kommt voller Idealismus in ein kleines Dorf im Norden, wo ein Amerikaner einige Jahre zu eine Frauenklinik aufgebaut hatte; sie will dort anthropologsiche . Das Buch hat einen guten Kern oder ein gute Absicht, sowohl die Hintergründe für die amerikanische Intervention zu analysieren, darüber hinaus jedoch allgemeingültige Prinzipien, wie Wahrheit, Authentizität oder Ehrlichkeit ebenfalls zu hinterfragen. Doch Parvin, so heißt die junge College-Absolventin und Protagonistin, stampft von einem Fettnapf in den anderen - naives "Gutmenschen"-Tun wird von der Autorin unreflektiert und undistanziert über viele Seiten ausgebreitet. Wenn ich etwas übertreibe: es liest sich wie "Hanni & Nanni in Afghanistan". Sicher, die Schilderungen des sehr einfachen Lebens im Dorf, des archaischen Verhältnisses zwischen Männern und Frauen und der aufgedeckte Betrug rund um die Gründung der Frauenklinik sind abwechslungsreich geschrieben, aber es bleibt ein fader Nachgeschmack über den sehr einfachen Schreibstil von AW. Im Vergleich zur deutlich facettenreicheren Geschichte im "Amerikanischen Architekten" fällt dieses Buch für mich sehr stark ab.”

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