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Kommentar von Axel Klein | 14.03.2022

Leider bleibt als Vergnügen nur Worte wie "bärbeißig" und "vierschrötig" im Wörterbuch nachzuschlagen. Der Reiz, die 30 mehr oder minder schwachen Kriminalgeschichten, die immer wieder mit ungefährlichen Umwelt- und Politskandalen aufgepeppt werden, ist weg.
In diesem Band wurde die Geschichte der Wirkungs- und Sinnlosigkeit des Tuns des Helden sogar thematisiert: Brunetti sehnt sich danach ein Feld zu bestellen! Endlich hat der ewig vor dem Vizequestore kriechende Brunetti erkannt, dass er vor dem Scherbenhaufen seines Lebens steht! Dazu kommt die heute übliche Heuchelei: Auf S. S. 140/141 steht das ganz dicht beisammen. Die Empörung über Brunettis Kinder, die Streamingdienste auch unter Umgehung des Urheberrechts nutzen (da fühlt sich die Autorin wohl direkt getroffen), steht der Selbstverständlichkeit entgegen, wie sich Elettra (eine der Guten) regelmäßig und systematisch illegal Daten verschafft.
Die Figur ist ausgelaugt, das Geschäftsmodell läuft wohl weiter - ohne mich!
Wenn Brunetti seine ersten Fälle als Bauer löst - oder besser noch Raffi und Chiara - dann lese ich nochmal einen, sonst ist mit Nr. 30 Schluss.

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