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Kommentar von S.F. | 30.07.2020

Ein anrührendes kleines Buch über eine Dynamik eines Dorfes und das Leben in scheren Zeiten.
Tolle Sprache. Wirklich lohnend.

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Kommentar von Bruno Klimek | 21.09.2020

Eher eine Petitesse und von der Literaturkritik überbewertet. Das Ungeheuerliche, dass ein Vater mit seinem Kind lebenslang nicht kommuniziert, weil er glaubt, es sei von einem Fremden gezeugt worden, findet keinen tieferen Nachhall in der literarischen Gestaltung. Das Buch klingt nicht nach. Kann man lesen. Muss man aber nicht.

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Kommentar von Elke | 17.12.2020

Ein besonderer Erzählstil, der mir sehr gut gefällt und der meiner Meinung nach zu den vielen Fragezeichen und Familiengeheimnissen passt, die die Autorin beschreibt. Ich mag verschachtelte Erzählweisen sowieso.
Die Autorin hat mich in jedem Fall richtig reinziehen können in ihre Familiengeschichte und hat mir eine gute Lesezeit beschert.

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Kommentar von Peter Schwab | 15.01.2021

Ein schmales Bändchen über Neid und Eifersucht, Begehren und Treue. Das Glamour-Paar in einem abgelegenen Bergdorf wohnt im letzten Haus im hintersten Talwinkel. Er ein fescher und vor allem ein kluger und sauberer Kerl namens Josef, der die Fantasien der verheirateten Frauen im Dorf beflügelt. Sie DIE Dorfschönheit Maria, begehrt und begafft. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, muss Josef in den Krieg und vertraut Frau und Familie dem Bürgermeister an. Damit macht er den Bock zum Gärtner, denn die besten Aufpasser des Harems waren einst Eunuchen ...

Wie die vielen Kinder des Paares ihre Situation, die Armut und den Hunger, die Ausgeschlossenheit aus der Dorfgesellschaft und den Hass des Pfarrers erleben – das sind die vielen Wurzelstränge, die das Leben der Autorin noch bis in die Gegenwart festhalten. So prägt eine Lüge das Leben eines kleinen Kindes, aus dem einst die Mutter der Autorin wurde.

Sehr sparsam erzählt Monika Helfer dieses Beziehungsgeflecht und schafft ein literarische Konzentrat, das auf 160 Seiten ein Universum der Not, des Zusammenhalts und Familiensinns entwirft – ohne Anschuldigung und deshalb so erschütternd. So schlicht, wie die Menschen im Dorf die Geschichte wohl erzählen würden, so schlicht ist die Sprache – und doch raffiniert. Bei jedem Wort riecht man förmlich die Landluft, sieht die Alpengipfel und spürt den kühlen Bergwind auf der Haut.

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Kommentar von Peter Heim | 19.11.2022

Armut und Leid, verbunden mit einer gewissen Heiterkeit, mit einem auch tragischen Ende in der Zwischenkriegszeit, kompakt und trotzdem differenziert erzähl.
In kleinen Portionen über Wochen gelesen in der Stadtbahn, gespannt auf jede Wendung der Geschichte und die Wechsel der Zeitebenen. Sehr zu empfehlen!

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