Don't roll over Beethoven, please!

 

 

 

"Ein Gewitter entlädt sich. Das Haus bricht zusammen. Wieder kommt es zur Katastrophe, und abermals ist Beethovens Musik daran schuld."

 

 

Aus: Sprechen wir über Beethoven, Eleonore Büning

Was macht die Mondscheinsonate, was die Neunte Symphonie so besonders? Wer war überhaupt Beethoven, Komponist dieser und unzähliger anderer Werke? Wie lebte es sich als freier Künstler in einer Zeit, in der Europa von jahrzehntelangen Kriegen überrollt wurde?

 

All dies und mehr beantwortet Eleonore Büning in Sprechen wir über Beethoven.

 

 

Von Lukas Morgenstern.

 

In ihrem „Musikverführer“ teilt die promovierte Musikwissenschaftlerin und -kritikerin Eleonnore Büning ihren reichen Wissensschatz zum Bonner „Tondichter“, wie Beethoven sich selbst zu nennen pflegte. Das Hauptaugenmerk der Autorin gilt dabei seiner Musik. Beethovens Genie, seine avantgardistische Kunstfertigkeit, aber auch die Einflüsse seiner Vorbilder Haydn, Bach, Salieri und allen voran Mozart werden in Analysen seiner, berühmtesten Werke sowie auch weniger bekannter Stücke deutlich. Ein bisschen zusätzliche Zeit neben der reinen Lektüre einzuplanen ist unbedingt empfehlenswert, möchte man doch immer wieder eine Pause einlegen und das eben Gelesene noch mal am Original nachhören und -empfinden.

Büning würzt die tiefgreifenden Erläuterungen zur Musik des großen Komponisten mit biografischen und anekdotischen Momenten. Neben einem umfassenden Einblick in Charakter und Wirkweise der Beethoven’schen Musik lässt sich so beispielweise erfahren, dass „copy and paste“ schon um 1800 ein durchaus gängiges Mittel war, sich die eigene (kreative) Arbeit zu erleichtern, und dass das Spannungsfeld Zitat – Hommage – Plagiat deshalb keine Neuentwicklung des Internetzeitalters ist. Neben kleinen Momenten wie einem gescheiterten Abendessen mit hochrangigen Gästen, das Beethoven in Ermangelung seiner Haushälterin, die gerade gekündigt hatte, höchstpersönlich zubereitete, räumt Büning auch mit den großen Missverständnissen und Ungenauigkeiten des Beethoven-Mythos auf.

 

Eleonore Büning gelingt es, den Menschen Beethoven, seine Zeit und seine Musik so packend zu präsentieren, dass ein Bild vor dem inneren Auge der Leserinnen und Leser entsteht, das nur durch die Ohren und den Genuss seiner Musik ergänzt werden kann und muss. Sie nimmt diesen Genuss nicht etwa vorweg, sondern macht ihn ganz im Gegenteil geradezu notwendig. Und das nicht nur im Beethoven-Jahr 2020.

 

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