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1924 |
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Die Gründung der Büchergilde |
1924
tagt der "Bildungsverband der deutschen Buchdrucker".
Nach Krieg, Revolution, Inflation und Währungszusammenbruch
beruhigt sich langsam die wirtschaftliche
Lage in Deutschland. Doch Bücher bleiben für
weite Bevölkerungskreise Luxusartikel. Deshalb
gründet der Bildungsverband die Büchergilde
Gutenberg, eine gewerkschaftliche Buchgemeinschaft,
die dem Arbeiter und seiner Familie Zugang
zu Bildung und Kultur eröffnen soll. |
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Die
Gründungsversammlung
in Leipzig im August 1924
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"Was wir wollen, Ihr wißt es:", so heißt es
im Geleitwort zum ersten Buch in der Geschichte
der Büchergilde, "Bücher geben, die Freude
machen. Bücher voll guten Geistes und von
schöner Gestalt." Und so erscheinen nach Mark
Twains heiteren Erzählungen in konsequenter
Folge sozial engagierte Texte und moderne
Klassiker in handwerklich und künstlerisch
vorbildlicher Ausstattung: B. Traven und Erich
Knauf, Ernst Preczang, Max Kretzer und Oskar
Maria Graf ebenso wie Martin Andersen Nexö,
H.C. Andersen und Jack London. |
| Mark Twain:
"Mit heiteren Augen" (1924) |
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Ein
halbes Jahr nach der Gründung gibt es bereits
5.000 Mitglieder, die das monatliche Mitteilungsblatt
"Die Büchergilde" erhalten. Aufgrund der schnell
steigenden Leserzahlen können die Bücher bald
in kürzerer Folge und höherer Auflage erscheinen
als ursprünglich geplant. Bis 1931 entstehen
die ersten 27 Geschäfts- und Zahlstellen in
Deutschland sowie Niederlassungen in Zürich,
Wien und Prag. |
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Die Mitglieder-
entwicklung 1925-1928
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