|
Arno Geiger, der international gefeierte Buchpreisträger, schreibt noch einmal den großen Roman vom Liebesverrat. Eine Geschichte von Ehe und Liebe in unserer Zeit. Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet; sie haben drei halbwegs erwachsene Kinder und schleppen einen ganzen Sack vermischter Vergangenheit mit sich herum. Schon als Kind musste sich Sally fragen: Wer bin ich? Warum habe ich keinen Vater? Warum lebt meine Mutter in London und ich in Wien? 1977 bekommt sie einen Job in Kairo und bringt von dort auch gleich einen Ehemann mit: Alfred. Seither geht das Leben seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Doch als Einbrecher ihr Wiener Vorstadthaus heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem Freund. Aber reicht es tatsächlich, einfach nur den Mann zu wechseln? Und Alfred stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich eigentlich von dieser Frau, nach dreißig gemeinsamen Jahren? Liebe und Verrat – Arno Geiger erzählt noch einmal die Geschichte, die schon unendlich oft erzählt worden ist, aber er erzählt sie neu für unsere Zeit, in der die alten Regeln der Gesellschaft längst auf dem Kopf stehen. Arno Geiger, 1968 in Bregenz geboren, lebt in Wien. Für sein Werk erhielt er unter anderem den Friedrich Hölderlin-Förderpreis, den Johann Peter Hebel-Preis und für Es geht uns gut den Deutschen Buchpreis. "Zu zeigen, was Paare zusammenhält, ist sehr viel schwieriger als zu erzählen, was sie trennt. Arno Geiger gelingt das glänzend. Still und unaufdringlich wie die alltäglichen Momente, in denen sich Paare einander mit einer kurzen Aufmerksamkeit, kleinen Fürsorglichkeiten versichern, sind auch seine Schilderungen. Alles über Sally ist ein Plädoyer für die Dauer, die vielleicht unterschätzteste Errungenschaft einer schnelllebigen, surfenden und zappenden Gegenwart. Ein kluger, bedenkenswerter Roman." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung "Wie Arno Geiger den entzauberten Blick der 52-jährigen Sally auf ihren Ehemann beschreibt, das ist feinsinnig und auf schöne Weise unerbittlich." Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Geprägtes Leinen, 364 Seiten
|