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Erschienen 2010
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Boyd, William
Einfache Gewitter

Von einer Minute auf die andere muss Adam Kindred untertauchen. Jeder Weg zu seinem früheren Leben ist versperrt. Eine scheinbar unbedeutende Entscheidung – und nicht ist mehr, wie es einmal war. Virtuos erzählt William Boyd davon, was es heißt, alles zu verlieren. Ein packender und mitreißender Roman des Autors von Ruhelos.
Adam Kindred, angesehener Klimatologe und in London auf der Durchreise, lernt in einem kleinen italienischen Restaurant in Chelsea Philip Wang kennen, Chef-Entwickler des Pharmakonzerns Calenture-Deutz. Als er ihn wenig später in seinem Apartment aufsucht, um eine zurückgelassene Mappe vorbeizubringen, findet er Wang sterbend mit einem Messer im Bauch vor. In seiner Panik flieht Adam, denn alle Indizien machen ihn zum Mordverdächtigen. Er versteckt sich auf einem Stück Brachland am Themseufer und muss nun im Untergrund leben. Er hofft, dass er seine Unschuld bald beweisen kann, doch ahnt er nicht, welchen Mächten er gegenübersteht.
William Boyd erzählt, welche Kräfte jemand entwickelt, dem alles genommen ist, und welch unerwartete Wege sich in düsterer Stunde auftun. Ein Roman über die Zerbrechlichkeit unserer Identität, in dem Boyd einmal mehr sein großes Können entfaltet.

William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den überragenden europäischen Erzählern der Gegenwart. Für seine Werke wurde er vielfach ausgezeichnet. Boyd lebt mit seiner Frau in London und in Südfrankreich.

"William Boyd nimmt die Wirklichkeit und impft damit die Fiktion. Einfache Gewitter überzeugt vor allem durch die eindrucksvollen Beschreibungen der Stadt London und der Themse."
Süddeutsche Zeitung

"William Boyd zeigt in diesem großartigen Buch, was Menschen mit Intelligenz, Phantasie und Zielstrebigkeit alles erreichen können."
Norddeutscher Rundfunk

Aus dem Englischen von Chris Hirte
Leinen mit Schutzumschlag, 446 Seiten

 
Lesermeinungen
Bewertung von
  Hermann Josef Paul
Bildstock, 1. September 2010
Krimi Kitsch
Ruck-Zuck ist das Leben aus den Fugen und ein Albtraum beginnt. Sex und Crime und böse Industrie und böse Politik sind geschickt gemixt und machen das Lesen angenehm spannend. Am Ende etwas kitschig. Na ja, muss nicht sein.
 
Bewertung von
  Wolfgang Schmitt
Pressig, 14. August 2010
ZU Glatt
Ein Buch, das ohne besonderen Tiefgang daher kommt, auch wenn es ambitionierte Gefühle erzeugen will. Dafür beschleicht einem das Gefühl, das diese Geschichte geschrieben wurde um im Kino zu enden. Der Romaninhalt ist einfach zu bieder als das allzu große Spannung aufkommt. Alles ist irgendwie vorhersehbar. Aber ansonsten ein schöner, leichter Sommerkrimi
 
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