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Von einer behüteten Kindheit zum Studentenleben, von der jugendlichen NS-Führerin zur mutigen Widerstandskämpferin – die erste umfassende Darstellung des widersprüchlichen Lebens von Sophie Scholl (1921-1943), meisterhaft erzählt aus umfangreichen, bisher unbekannten Dokumenten. Sophie Scholl (1921-1943) ist eine Ikone der deutschen Geschichte. Im Februar 1943 wurde sie in München vom berüchtigten „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und hingerichtet. Gemeinsam mit ihrem Bruder Hans und wenigen Gleichgesinnten hatte die Studentin es gewagt, in Flugblättern die verbrecherische Politik Adolf Hitlers anzuklagen und zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufzurufen. Ihre Schwester Inge Aicher-Scholl hat ein Leben lang alle Dokumente gesammelt, die die Geschichte ihrer Geschwister und des Widerstandskreises "Weiße Rose" erhellen. Erst 2005 wurde diese Sammlung im Institut für Zeitgeschichte in München zugänglich gemacht. Barbara Beuys ist die erste, die dieses außergewöhnliche historische Erbe im Blick auf Sophie Scholl gesichtet und aufgearbeitet hat. Hunderte von unbekannten Dokumenten bilden das Rückgrat dieser ersten umfassenden Biografie über Sophie Scholl. Erstmals wird ihre ganze Lebensspanne einschließlich der familiären Vorgeschichte geschildert, ihre geistige und seelische Entwicklung nachgezeichnet. Sophie Scholls Weg von der engagierten Führerin in der Hitlerjugend zur entschiedenen Gegnerin des Nationalsozialismus ist länger, widersprüchlicher und differenzierter als bisher bekannt. Eingebettet in die anschauliche, historisch präzise Schilderung des Dritten Reichs beschreibt Barbara Beuys die Geschichte eines Erwachsenwerdens zwischen Lebenslust und persönlichen Krisen, auf der radikalen Suche nach einem gnädigen Gott, getröstet von der Kraft der Musik und geprägt von dem Anspruch, das Denken stets über das Gefühl zu stellen. Barbara Beuys, geboren 1943, studierte Geschichte, Philosophie, Soziologie. Sie arbeitete als Redakteurin beim Stern und bei der Zeit. Sie veröffentlichte mehr als ein Dutzend Bücher. Bei der Büchergilde erschien zuletzt Paula Modersohn-Becker oder: Wenn die Kunst das Leben ist (2007). "Die bislang umfassendste Sophie-Scholl-Biografie. Sehr lesenswert." Christian Schröder, Der Tagesspiegel "In einer großartigen Biografie entschlüsselt Barbara Beuys das Leben der Sophie Scholl. Barbara Beuys spekuliert nicht, sie wägt die Quellen und Ereignisse miteinander ab und lässt den Leser an dieser Arbeit teilhaben. Diese Vorsicht macht das Buch zu einer herausragenden politischen Biografie." Johannes Tuchel, Die Welt
Leinen mit Schutzumschlag, 496 Seiten Mit zahlreichen Abbildungen
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