Christian Jooß-Bernau empfiehlt: Musik-CD Tipps
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| © Privat |
Dr. Christian Jooß-Bernau lebt als freier Kulturjournalist in München und schreibt hauptsächlich für die Abendzeitung. Kürzlich erschienen ist Das Pop-Konzert als para-theatrale Form, eine Untersuchung der theatralen Ästhetik der Pop-Bühne. Auch privat interessiert sich Jooß-Bernau für alles, was Saiten hat, vom Cello bis zum Banjo.
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Die britische Trompeterin widmet sich einer für ihr Instrument ungewöhnlichen
Epoche: der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.
2009 und 2011 hat Balsom die Classic Brit Awards gewonnen. James
MacMillan hat dieser F rau, an der Stereotype scheitern, mit Seraph
ein Konzert geschrieben, das Balsom mit dem BBC Scottish Symphony
Orchestra zu einer Feier der Ausdruckskraft macht und das mir einen
ganz neuen Blick auf die Trompete eröffnet hat. Zwischen Konzerten
von Alexander Arutiunian und Bernd Alois Zimmermann findet sich
mit Nobody Knows ein berührender Gospel-Moment als dezenter Hinweis auf die stilprägende Kraft der afro-amerikanischen Musik. |
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Alison Balsom
Seraph
Jewelcase mit 16-seitigem Booklet
Laufzeit: 56.04 Minuten, EMI Classics
€ 17,95 / SFr 22,50
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„Spielerisch meistert die Trompeterin
jede Figuration, rund ist ihr Ton, makellos
ihre Technik. Doch wer genau hinhört,
erkennt schon hier eine leicht dunkle
Färbung des Timbres.“
www.ndr.de |

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AC/DC-Klassiker als Vorlage für ein sensibles Jazz-Album? Und wie
das funktioniert!
So sanft bin ich noch nie auf dem Highway to Hell gefahren. Und so
verblüfft war ich selten. Bei Jens Thomas wird die stadiontaugliche
Rockgeschichte in lyrische Preziosen verwandelt. Nicht nur bei T.N.T.
kommt es zum Dialog mit dem samtigen Ton von Veneri Pohjolas
Trompete. Nein, man muss kein Fan der Australier sein, um mit Thomas zu erkennen, was für eine Ballade in It’s a Long Way to the Top verborgen ist. Und neben der Tasteneleganz ist es Thomas‘ dezent
präsente Songwriter-Stimme, die zum treuen Begleiter wird. |
| Jens Thomas
Speed of Grace
Digipack, Laufzeit: 52.56 Minuten, ACT
€ 16,95 / SFr 21,50
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„... er singt eine Ballade, mit absoluter
Hingabe. Es ist einer dieser Momente,
in denen jemand ein Stück seiner
Seele auf die Bühne spuckt.“
Welt am Sonntag |
Lana Del Rey entdeckt den Glamour Hollywoods für ihren dunklen
Diven-Sound.
Zwischen Lolita und Femme fatal präsentiert sich die amerikanische
Mitzwanzigerin als aufregendste Pop-Figur der letzten Zeit. Das allerdings als reinen Retro-Sound abzutun, geht an Lanas Kunst völlig
vorbei. Denn verblüffend stimmig wird hier selbst die Erinnerung an
die aktuelle HipHop-Kultur mit einer goldenen Patina überzogen. Und
dieses Soundgesamtkunstwerk präsentiert die Sängerin mit einer
magnetisch anziehenden Stimme, die in ihrer Schattigkeit schon die
kommende Reife durchscheinen lässt. |

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Lana Del Rey
Born To Die
Gatefold Wallet, 12 Seiten Booklet mit Texten,
Laufzeit: 49.55 Minuten, Universal
€ 14,95 / SFr 18,90
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„Die Songs auf Born to Die haben stets
etwas Traumwandlerisches, scheinen
direkt aus einem überbelichteten
David-Lynch-Film zu stammen.“
Stuttgarter Nachrichten |